Pferdesport

Polo-Fieber in Dresden: Das Wochenende auf der Galopprennbahn

Dresden richtet zum zweiten Mal ein internationales Polo-Turnier aus. Acht Teams mit 96 Pferden treten auf der Galopprennbahn in Seidnitz an.

3 Min
Acht Teams mit 96 Pferden: Zum zweiten Mal richtet Dresden ein Polo-Turnier aus.

Acht Teams mit 96 Pferden: Zum zweiten Mal richtet Dresden ein Polo-Turnier aus.

© Thomas Türpe

Nach der Premiere im vergangenen Jahr: Dresden ist an diesem Wochenende erneut Schauplatz eines internationalen Polo-Turniers. Bis 13. September 2026 findet auf der Galopprennbahn in Dresden-Seidnitz die Bentley Dresden Trophy – 9. Internationale Deutsche Arena Polo Meisterschaft statt. Veranstalter sind Matteo Böhme und Gerd Göbelbecker von der Exclusive Experience Dresden GmbH.

Insgesamt treten acht Teams mit 96 Pferden gegeneinander an. Böhme verweist auf die Tradition des Standorts: „Pferde gehören einfach zu Dresden und die Region und mit der mehr als 135 Jahre alten Galopprennbahn haben wir einen herausragenden Ort, der eine Belebung mit kreativen neuen Events verdient hat.“ Nach Angaben von Göbelbecker habe die Premiere im Jahr 2025 europaweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

Arena Polo als publikumsfreundliche Variante

Polo ist ein Mannschaftssport mit Ursprüngen in Großbritannien, Argentinien und den USA. In Deutschland sind laut Veranstalter knapp 300 Spielerinnen und Spieler aktiv, als deutsches Zentrum gilt Dresdens Partnerstadt Hamburg.

Bei der in Dresden gespielten Arena-Variante agieren pro Team drei Reiterinnen oder Reiter auf einem rund 60 mal 100 Meter großen Feld. Das Spielfeld ist damit viel kleiner als beim Rasenpolo (ca. 100 x 50 Yards) und rundherum von etwa 1,5 Meter hohen Banden oder Wänden umgeben. So gibt es kein Aus: Der Ball prallt von den Wänden ab und bleibt fast immer im Spiel. Das sorgt für hohes Tempo und schnelle Richtungswechsel. Gespielt wird mit einem etwa 16 Zentimeter großen Ball, den die Reiter mit einem hockeyähnlichen Schläger ins Tor treiben.

Die Pferde, die speziell für diesen Sport gezüchtet werden, werden während eines Matches mehrfach gewechselt. Arena-Polo gilt im Vergleich zu klassischen Rasenvarianten als schneller und wendiger.

Das Polo-Turnier in Dresden findet auf einem kleineren Spielfeld statt, als es im klassischen Polo genutzt wird.

Das Polo-Turnier in Dresden findet auf einem kleineren Spielfeld statt, als es im klassischen Polo genutzt wird.

© Thomas Türpe

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Gästebereich mit White Dinner und „Polo en Blanc“

Neu im Programm ist ein Flanierbereich für Familien. Angeboten werden Ponyreiten, Bogenschießen, Kinderschminken, Basteln sowie ein Mini-Riesenrad. In den Spielpausen sind Polo-Torschießen, eine Polo-Ball-Challenge, Spielerinterviews und Pferdepräsentationen vorgesehen.

Traditionell beteiligt sich das Publikum am sogenannten Divot Stomping, bei dem die durch die Pferde aufgeworfenen Rasenstücke wieder festgetreten werden. Wer dabei einen speziell markierten Korken findet, gewinnt Preise.

Parallel dazu gibt es einen exklusiven Gästebereich an der Galopp-Lounge. Zu den wiederkehrenden Formaten zählt das White Dinner am Samstagabend. Erstmals wird das Format „Polo en Blanc“ angeboten, das an das Konzept des „Diner en Blanc“ angelehnt ist. Am Spielfeldrand entsteht dafür ein weißes Sternspitzzelt mit eingedeckten Tischen. Die Bewirtung übernimmt das Team um Clemens Lutz, der den Kobalt Club Royal in der Dresdner Innenstadt betreibt.

Karten sind über die Webseite www.dresdenpolo.de erhältlich. Das Tagesflanierticket kostet im Vorverkauf 14 Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

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