Uglymeter

Polster im Schritt und Nasenanspitzer: Dinge, die die Welt nicht braucht

Eine Krankenkasse fragt, wie ich am besten schlafe. Seitdem kenne ich eine Milliardenbranche und trage einen Gürtel ums Knie.

3 Min
Eine Seitenschläfer: Hat er ein ergonomisches Seitenschläferkniekissen im Bett?

Eine Seitenschläfer: Hat er ein ergonomisches Seitenschläferkniekissen im Bett?

© unsplash

Wie ich auf das ergonomische Seitenschläferkniekissen gekommen bin? Durch Zufall, neulich: Eine Krankenkasse überraschte mich auf ihrer Homepage mit der Frage: „Welche Schlafposition ist die beste für Sie?“ Für mich? Woher sollte ich das wissen? Schließlich verschlafe ich jede Gelegenheit, eine Antwort darauf zu finden.

In der Hoffnung, haltungsmäßig aufgeklärt zu werden, las ich weiter und erfuhr, dass die Bauchlage am seltensten vorkommt, in einer Studie nämlich nur bei 7,3 Prozent der 664 berufstätigen Teilnehmer. Die Rückenlage rangiert im Mittelfeld mit 37,5 Prozent. Als klare Siegerin geht die Seitenlage mit 54,1 Prozent aus der Untersuchung hervor. Die verbleibenden 1,1 Prozent schlafen wahrscheinlich im Sitzen, Stehen oder gar nicht.

All diese Erkenntnisse macht sich die Schlafkissenindustrie gewinnbringend zunutze. Laut einer Internetseite namens business-research.info (oder so ähnlich) handelt es sich um eine weltweit wachsende Branche. Für dieses Jahr wird ein Umsatz von 19,75 Milliarden US-Dollar erwartet. Info-research.business (oder so ähnlich) prognostiziert für 2035 bereits beachtliche 37,64 Milliarden Dollar, was beinahe einer Verdopplung binnen eines Jahrzehnts entspräche.

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