Bundeswehr-Recruiting

Post vom Militär: Warum 630.000 Minderjährige Werbung von der Bundeswehr bekommen

Personalisierte Postkarten, adressiert an 16-Jährige: Die Bundeswehr wirbt bundesweit um Nachwuchs – und Eltern können die Datenweitergabe nicht mehr verhindern.

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Eine Bundeswehr-Straßenbahn am Alexanderplatz: „Grünzeug ist auch gesund für deine Karriere“ – das Militär wirbt längst überall um jungen Nachwuchs.

Eine Bundeswehr-Straßenbahn am Alexanderplatz: „Grünzeug ist auch gesund für deine Karriere“ – das Militär wirbt längst überall um jungen Nachwuchs.

© Peter Meißner/imago

Wer dieser Tage den Briefkasten öffnet und einen Teenager im Haushalt hat, erlebt möglicherweise eine Überraschung: Gut 630.000 Jugendliche mit deutscher Staatsangehörigkeit haben Post von der Bundeswehr erhalten – personalisiert, mit dem eigenen Familiennamen in großen Lettern auf der Rückseite. Die Adressaten sind 16 oder 17 Jahre alt, also minderjährig. In Elternforen und sozialen Netzwerken häufen sich seitdem die empörten Berichte.

Manche Jugendliche dachten beim Anblick der Postkarte kurz an eine Einberufung. Die Bundeswehr stellt klar: Es handelt sich um Werbung. Eingeladen wird zum Tag der Bundeswehr, beworben werden zahlreiche Ausbildungsberufe, Studiengänge und Karrierewege – in Uniform wie in Zivil.

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