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Mit der Lage in Afghanistan befassen sich in Paris und WienLibérationAfghanistan verlassen? Die Frage ist logisch und respektabel. Aber man muss vor jeder Entscheidung mit Realismus auch den anderen Teil dieser Alternative untersuchen. Sie lässt sich in drei Worten zusammenfassen: eine katastrophale Niederlage. Vom Krieg befreit würde das afghanische Volk sofort der grausamen Gewaltherrschaft der Taliban unterworfen. Darüber hinaus hätte dieser Sieg weltweite Auswirkungen. Können die wichtigsten Demokratien vor denen die Flucht ergreifen, deren erklärtes Ziel es ist, möglichst überall gemäßigte muslimische Regime zu stürzen. Alle, die auf Freiheit allergisch reagieren und denken, dass die Sache Gottes die furchtbarsten Verbrechen rechtfertigt, werden dann lautstark triumphieren. Wollen wir das wirklich?Der StandardDer Favorit der Präsidentschaftswahlen ist eine Belastung für den Westen. Hamid Karsai ist ein Blender, ein Mann der Posen und großen Versprechen, ganz nach dem Bild der Bush-Jahre. Der frühere US-Präsident hat ihn ausgesucht, um Afghanistan zu führen, doch siebeneinhalb Jahre Regentschaft in Kabul haben gezeigt, dass Karsais Präsidentschaft nirgendwohin führt. Afghanistan bräuchte einen politischen Neubeginn. Und doch geht Karsai als hoher Favorit in die Präsidentschaftswahl am Donnerstag.Das Verhalten Ulla Schmidts in der Dienstwagen-Affäre kommentiert in BerlinDie WeltUlla Schmidt und ihr uns allen teurer Dienstwagen. Obwohl es auch um Staats-, also Steuergelder geht, ist die Angelegenheit keine Staatsaffäre. Selbst wenn sich Ulla Schmidt in der Dienstwagen-Affäre unkorrekt verhalten haben sollte: Ein Beweis für die Korruptheit und die Selbstbedienungsmentalität der Politiker ist das nicht. Und dennoch ist Ulla Schmidts Hin und Her symptomatisch und in hohem Maße blamabel. In der Dienstwagen-Affäre spiegelt sich ein allgemeiner Charakterzug der Politikerin Ulla Schmidt: Macht hat man, um sie bis zur Neige auszuspielen. Auch auf die Gefahr hin, der eigenen Partei ein noch schlechteres Wahlergebnis zu bescheren. Um einen der SPD wichtigen Wert zu bemühen: Solidarisch ist das nicht.

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