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Das westliche Engagement in Afghanistan stößt auf Kritik im britischenEconomistDie USA haben das Taliban-Regime vertrieben, um der El Kaida den Heimathafen zu nehmen. Fast sechs Jahre später ist dieses Ziel nicht erreicht. In weiten Teilen Afghanistans bewirken Anweisungen der gewählten Regierung von Hamid Karsai nichts, und die Taliban-Kämpfer operieren freier als die NATO-Kräfte, die Karsai stützen sollen.Was Afghanistan braucht, ist klar: Mehr Truppen für die NATO, die in Afghanistan über zu geringe Ressourcen verfügt und daher auf Luftangriffe angewiesen ist, die oft Zivilisten töten und damit mehr Feinde schaffen; größere Anstrengungen der Regierung, sich mit den Paschtunen-Stämmen zu verständigen, die den Taliban Schutz gewähren; weniger Korruption; ein Herangehen an das Problem des Mohnanbaus im gegenseitigen Einvernehmen, so dass Bauern nicht ins Lager der Taliban getrieben werden, indem man ihren Leb ensunterhalt bedroht.Zur Lage im Irak schreibt die HamburgerFTDDie Amerikaner sind mit ihrer laufenden Militäroffensive zwar relativ erfolgreich. Einen völligen Zerfall des Landes in verfeindete Volksgruppen und Milizen würden aber auch sie nicht stoppen können. In Parlament und Regierung scheint dieser Zerfall aber immer näher zu rücken. Die irakische Regierung der nationalen Einheit unter Premier Nuri al-Maliki, auf die die USA gesetzt hatten, ist definitiv gescheitert. Nach dem Austritt aller Sunniten aus der Koalition haben moderate Schiiten und Kurden nun ihr eigenes Bündnis geschlossen, auch wenn sie die Tür für eine sunnitische Beteiligung ausdrücklich offen halten. Das Risiko dieser Spaltung, die al-Maliki erst einmal den Job rettet, ist klar: Schiiten und Kurden streben starke Autonomie für ihre rohstoffreichen Regionen an. Die sunnitische Minderheit - die heute teilweise gute Kontakte zum US-Militär pflegt - könnte dagegen mit Gewalt für ihre Interessen kämpfen. Der Staat balanciert am Abgrund. Die winzige Chance der neuen Allianz besteht darin, dass die Regierung nun endlich handlungsfähig ist. Wenn es Schiiten und Kurden gelingt, Grundregeln für das Land festzulegen, die auch die sunnitische Minderheit akzeptieren kann, dann ist ein Zerfall noch zu vermeiden.Übertrieben scheint die Aufregung um die Finanzmärkte dem MailänderCorriere della SeraVielleicht wird einfach zu viel Lärm um die Talfahrt der Aktien in diesem Monat gemacht. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sogar seinen Urlaub in Amerika unterbrochen, um einen langen Brief an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu schreiben und darin einen Punkt zu verdeutlichen: dass es nämlich nötig ist, eine Untersuchung über die Rolle der Rating-Agenturen einzuleiten. Sarkozy hat ja nicht unrecht. Aber hier geht es nicht um Dinge, über die französische Präsidenten mit deutschen Kanzlern beraten sollten.

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