Zur polnischen Herkunft des Fußballstars Lukas Podolski schreibt in Berlin Die TageszeitungLukas Podolski ist ein Glücksfall nicht nur für die deutsche Fußballmannschaft, sondern mehr noch für die gestressten polnisch-deutschen Beziehungen. Als Kind von Spätaussiedlern blieb ihm der Druck zur Anpassung an die deutsche Gesellschaft erspart, dem viele seiner aus Polen kommenden Altersgenossen in ihrer Jugend ausgesetzt waren. Fußballprofis oberschlesischer oder masurischer Herkunft können heute in Deutschland selbstbewusst auftreten und die zahlenmäßig bedeutende polnisch-deutsche Minderheit in der Bundesrepublik ermuntern, stärker als Mittler zwischen den Nationen zu wirken. Wie wär's, wenn Lukas Podolski mal im deutschen, mal im polnischen Trikot auflaufen würde?------------------------------Zu den Vorwürfen gegen den Schriftsteller Erwin Strittmatter, er sei möglicherweise an NS-Kriegsverbrechen beteiligt gewesen, meint in Frankfurt (Oder) die Märkische OderzeitungMerkwürdig berührt immer wieder, wie nicht nur jene, die wirklich Dreck am Stecken haben, ihre Vita verschweigen oder schönreden, sondern auch viele von denen wichtige persönliche Details "vergessen", die nach schlimmer Zeit sich als Wahrheitssucher, Aufklärer und Mahner hervorgetan haben. Nach Günter Grass gesellt sich nun auch Erwin Strittmatter zu diesem Kreis. Ein Skandal? Betrachtet man die Fakten, eher nicht. Strittmatters Bücher werden deshalb wohl nicht anders gelesen werden müssen. Aber die Persönlichkeit des Autors kratzt denn doch ein wenig an seinem Denkmal, das ihm eine gläubige Gemeinde errichtet hat.------------------------------Die Konsequenzen der gestiegenen Energiepreise für die Gesellschaft kommentiert in Ludwigshafen RheinpfalzDie hohen Energiepreise werden dazu führen, dass die Schere zwischen Arm und Reich, die in Deutschland immer weiter auseinandergeht, noch kräftiger auseinanderklafft. Es sind ja insbesondere die Ärmeren, die sich überlegen müssen, ob sie das Auto noch volltanken können. Es ist sinnvoller, Steuergesetze so zu formulieren, dass die Nachfrage nach effizienten Autos steigt - und die Hersteller sie bauen müssen, wollen sie nicht bankrott gehen.------------------------------Zur Zukunft Afghanistans meint in London The GuardianAfghanistan würde ohne die militärische Hilfe aus dem Westen zusammenbrechen. Aber irgendwann - wenn auch noch nicht jetzt - muss der Einsatz enden. Präsident Karsai wird diesen Donnerstag auf einer Konferenz in Paris um 31,6 Milliarden Euro bitten. Das ist der Moment, in dem er mit der Möglichkeit einer Niederlage und der Notwendigkeit einer Antwort darauf konfrontiert werden könnte - bevor die Taliban-Bomber die Errungenschaften der vergangenen acht Jahre zerstören.
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