Die jüngste Abschiebung von 27 illegalen Einwanderern durch Großbritannien und Frankreich kommentiert in ParisLa CroixDas afghanische Beispiel ist geeignet, den Zusammenhang der Dinge aufzuzeigen. Es zwingt uns, den Ursachen auf den Grund zu gehen, die Verantwortung des Westens und ihre Auswirkungen zu hinterfragen. Diese Menschen, die Europa nicht als Asylbewerber aufnehmen will, sind die gleichen, die wir vorgeben, in Afghanistan zu beschützen und zu unterstützen. Und dies unter Lebensgefahr für französische und britische Soldaten. Wo bleibt da die Kohärenz? Zumindest für diese Afghanen müsste es doch andere Lösungen als die Abschiebung geben.------------------------------Über die Lage in Afghanistan schreibt dieFrankfurter RundschauDie Lage ist so verfahren, dass es keinen wirklich guten Ausweg, keine Lösung mehr gibt. Die USA haben zwar eine teure wahrscheinlich wieder von Gewalt begleitete Stichwahl durchgeboxt. Aber niemand sollte sich täuschen: Den USA geht es dabei kaum um die Demokratie. Millionen Afghanen sollen erneut ihr Leben riskieren, damit Washington und der Westen das Gesicht wahren und zu Hause die wachsende Kritik am Einsatz ersticken können. Die USA und Europa haben den Urnengang zum Erfolgsausweis für den Einsatz am Hindukusch hochgejubelt. Das war von vornherein gewagt und unsinnig. Der Erfolg bemisst sich zuerst daran, ob die Afghanen in Frieden leben können und der Terror besiegt wird. Aber dass sich eine traditionelle Stammesgesellschaft in acht Jahren zur Vorzeigedemokratie mausert, war immer eine naive Illusion.------------------------------Zu den schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen in Berlin meint dieBasler ZeitungMan kann es drehen und wenden wie man will: FDP und Union sitzen wegen ihren Steuersenkungsversprechen während des Wahlkampfs - angestachelt durch die hartnäckigen Forderungen von Guido Westerwelle - in der Falle. Zwar muss der Wunsch des FDP-Parteichefs nach Entlastung der Bürger nicht falsch sein. Aber wer Steuern senken will, der muss dem Volk auch sagen, wo er sparen will. Und da fehlt Schwarz-Gelb bisher der Mut.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]