PRESSESTIMMEN

BLZ
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Zur Forderung der UN-Waffeninspekteure an Bagdad, die Raketen mit unerlaubter Reichweite zu vernichten, meint La Repubblica Das Spiel um Irak geht in dieser Woche in die entscheidende Phase. Zwar hat Bush gesagt, bei der Frage der Raketen handele es sich lediglich um "die Spitze des Eisberges" und betont, dass Saddam Hussein alle seine Waffen vernichten muss. Aber ein Einverständnis des Iraks zur öffentlichen Vernichtung dieser Waffen dürfte doch die internationale Opposition gegen einen Krieg stärken. Aber auch dies, so lässt das Weiße Haus wissen, dürfte den Gang in Richtung militärischer Intervention nicht aufhalten.Über den Besuch des britischen Premierministers Tony Blair beim Papst schreibt die Zeitung Sunday Telegraph Blair hatte schon im Voraus angekündigt, dass er nicht versuchen würde, "die Meinung des Papstes zu beeinflussen", aber das musste man nicht so ernst nehmen. In jedem Satz, ausgesprochen oder unausgesprochen, war das der Versuch eines christilichen Politikers, den einflussreichsten christlichen Führer der Welt davon zu überzeugen, dass Krieg gegen Saddam notwendig ist. Darin hat Blair versagt, wie er es auch erwartet haben muss. Denn der Papst ist nicht leicht zu überreden. Aber er akzeptiert auch die Grenzen seiner Macht. Wenn Politiker in den Krieg ziehen wollen, ist es letztendlich allein ihre Entscheidung.Mit den Folgen eines Irak-Krieges für die Zivilbevölkerung beschäftigt sich die die Zeitung Neue Zürcher Iraks Kinder sind bereits Opfer von Krieg und Folgewirkung. Kehrt keine absehbare Besserung ihrer Situation ein, werden wir es, wie schon anderswo (etwa in Afghanistan und Jugoslawien), mit einer "verlorenen Generation" zu tun bekommen. Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren ist wichtig; es geht um Menschen. Es geht darum, sie in ihren Nöten und Ängsten nicht allein zu lassen oder zu vergessen. Es geht um physisches und psychisches Überleben. Dazu braucht es den Willen zur gelebten Solidarität und eine Haltung echter Menschlichkeit, humanitäre Werte, wie sie die Schweiz vertritt und sie von unserer Bevölkerung mitgetragen werden. Es geht aber auch um die Zukunft der Menschen im Irak, es geht um Hoffnung und Zuversicht.Die Rolle Frankreichs analysiert die Zeitung Le Monde De Gaulle hatte Weitblick, ist aber daran gescheitert, Berge versetzen zu wollen. Frankreich ist unter ihm eine mittelgroße Macht geblieben, unfähig, geopolitische Gegebenheiten in dieser Epoche zu beeinflussen. Die Welt war weiter bipolar, und von Vietnam bis Lateinamerika hat Washington weiterhin nur getan, was sich die USA in den Kopf gesetzt hatten. Wenn Chirac diese amerikanische Hegemonie jetzt wieder anfechten will, dann weiß er, was ihn erwartet. 40 Jahre sind vergangen, die französischen Karten sind in etwa dieselben geblieben.

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