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Die Lösegeldzahlung für die Freilassung des deutschen Frachters "Hansa Stavanger" kommentierenStuttgarter ZeitungAuch in diesem Fall gab es keine Alternative zu einem hohen Lösegeld. Aber jedes Lösegeld ist letztlich nur eine Investition in künftige Aktionen der Kaperindustrie am Horn von Afrika. Nach der Befreiung war es der deutschen Marine immerhin zu zeigen vergönnt, dass sie vor Somalias Küste doch zu etwas nütze ist: Sie hat die "Hansa Stavanger" in einen sicheren Hafen geleitet und die Entführungsopfer medizinisch betreut. Ansonsten lehrt auch dieser seeräuberische Akt, wie ohnmächtig die internationale Armada gegen die Piraterie tatsächlich ist. Die deutschen Sicherheitskräfte haben zudem vorgeführt, dass sie zu einer Befreiungsaktion nicht imstande sind. Mit militärischen Mitteln ist der Plage nicht Herr zu werden.Neue Osnabrücker ZeitungBleibt das die deutsche Haltung, dann sollte die Regierung - und das ist völlig ernst gemeint - total umsteuern und nach dem Vorbild antiker Tributzahlungen Beschwichtigungsgeld an die Piratenkapitäne verteilen. Das gäbe harmonische TV-Bilder: Ein deutscher Ministerialdirigent mit Sonnenschirm und Geldköfferchen im Kreise gut gelaunter Seeräuber. Vor allem blieben Handelsschiffe unbehelligt, ihren Besatzungen und deren Angehörigen Terror, Gefahr, Erniedrigung erspart. Politisch wäre das Ergebnis kein anderes als jetzt.Zur erfolgreichen Mission des früheren US-Präsidenten Bill Clinton in Nordkorea bemerkt die römische TageszeitungIl MessaggeroMission erfüllt. Der Privatmann Bill Clinton ist am Dienstag also auf dem Flughafen von Pjöngjang gelandet, und zwar ohne offizielle Botschaft des Weißen Hauses, um sich in einer humanitären Aktion um die Freilassung der beiden von dem nordkoreanischen Regime in Haft gehaltenen US-Journalistinnen zu bemühen. Er hat sein Ziel erreicht: Abends entscheidet Machthaber Kim Jong Il, die beiden gefangenen Frauen zu begnadigen. Angesichts dieser Entwicklung ist der Besuch des früheren Präsidenten in Nordkorea als die Rückkehr eines Mannes auf die internationale Bühne gewertet worden, der zu den am stärksten leuchtenden Sternen im Universum der amerikanischen Politik gehört.

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