Was mit den Gefangenen von Guantanamo passieren soll, kommentiert die niederländische ZeitungNRC NextObama strebt offenbar nach einer ausländischen Lösung für dieses hausgemachte Problem. Bei einer Rückkehr zu normalen rechtsstaatlichen Verhältnissen gilt nämlich wieder die Regel, dass unschuldig ist, wer nicht verurteilt wurde. Wenn aber jemand nicht in sein Herkunftsland zurückgebracht werden kann, dann liegt eine Einbürgerung im "Gastland" eigentlich näher als die Abschiebung. Deutschland und Portugal haben Washington signalisiert, dass sie Guantanamo-Gefangene aufnehmen würden. Das sollten die Niederlande auch können. Aber nur unter der Bedingung, dass auch die USA die eigenen Grenzen für diese Gefangenen nicht dicht macht.Über den Gazakrieg schreibt die italienische ZeitungLa StampaAus israelischer Optik sind in den 20 Tagen der blutigen Auseinandersetzungen wichtige Erfolge erzielt worden. Dazu gehört, dass es gelungen ist, der Hamas schwere Schläge zugefügt zu haben, dem politischen Arm wie auch dem militärischen - und dies nahezu ohne eigene Verluste. Außerdem gelang es aus dieser Sicht, das eigene Abschreckungspotenzial wieder herzustellen und die Möglichkeiten der Hamas stark einzuschränken, israelisches Gebiet zu beschießen. Jedoch bleibt für Israel die wesentliche Frage noch ungelöst, wie es künftig denn sichergestellt werden kann, dass die von Teheran unterstützten Waffenlieferungen nach Gaza unterbleiben.Zur jüngsten Botschaft von Osama bin Laden meint die britische ZeitungTimesSechs Tage, bevor George Bush aus dem Amt scheidet, hat Osama bin Laden sein Schweigen gebrochen. In einer Audio-Botschaft rief er die Muslime in aller Welt dazu auf, sich den kämpfenden Palästinensern im Gazastreifen anzuschließen. Doch seine Botschaft richtet sich an Amerika. Trotz achtjährigen Kampfes gegen El Kaida ist der Krieg gegen den Terror gescheitert. Das Überleben Bin Ladens hat den Terroristenführer für Millionen von Muslimen und anderen US-Gegnern zu einem Symbol des Widerstands gemacht.
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