Über die fehlenden Konsequenzen aus der Finanzkrise schreibt in ParisLe MondeBoni, fantastische Gehälter, astronomische Abfindungen. Der Diskurs der Finanzwelt ist bekannt: Es geht nach den Regeln des Marktes, man muss die besten behalten, um der Konkurrenz zu widerstehen. Aber das Entscheidende ist das Symbol, das der Finanzsektor damit gibt, in Europa wie in den USA, wo die Einkommensunterschiede immer drastischer werden und die Arbeitslosigkeit steigt. Es geht um das Bild eines Kapitalismus, das die Krise hätte umstürzen sollen, nämlich eines immer arroganteren und ungleicheren Kapitalismus. Das Bild einer Unternehmenswelt, in der jemand dreihundert oder vierhundert Mal mehr "wert sein" kann als jemand anders.------------------------------Zum Atomstreit des Westens mit dem Iran meint in RomLa StampaTeheran wird also wahrscheinlich am Donnerstag den schon von Washington, Moskau und Paris akzeptierten Kompromissvorschlag zur Anreicherung von Uran nicht zurückweisen. Das Land wird aber in einem inzwischen üblichen Schema antworten, das man auch nicht nur auf reine Verhandlungstaktik reduzieren kann. Denn es wird so bestätigt werden, dass es an der Spitze der islamischen Republik Spannungen gibt, die sich auf eine unvermeidliche Weise auch in der Frage der Atompolitik spiegeln. Daran hängen militärische, politische und wirtschaftliche Interessen sowie, allgemein gesagt, die Strategie, wie sich denn das Verhältnis Teherans zum Westen gestalten soll.------------------------------Die Probleme vor dem Klimagipfel in Kopenhagen kommentiert in LondonThe TimesDas große wissenschaftliche Streben unserer Zeit ist es, eine Art und Weise zu finden, wie wir zugleich gut und vernünftig leben. Aber das macht ein nachhaltiges Abkommen in Kopenhagen nicht unwichtig. Es kann sein, dass sich die 192 Regierungen auf ein Rahmenwerk einigen. Es bleibt auch nicht mehr viel Zeit. Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Und die Schäden, die der Klimawandel hinterlässt, sind bereits in den ärmsten Teilen der Erde deutlich sichtbar.
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