Zum Weltklimagipfel in Kopenhagen schreiben in London und AmsterdamThe GuardianEs geht um mehr als Klimawandel. Es ist ein Kampf über eine neue Definition der Menschheit. Das ist schwer für eine Spezies, die gewohnt ist, ständig ihre Grenzen zu überschreiten. Aber das Überleben hängt von der Einsicht ab, dass wir innerhalb von Grenzen leben. Die Prämisse dieses Gipfels ist, dass die Ära des Heldentums vorbei ist. Wir befinden uns in der Ära des Entgegenkommens. Wir werden wohl nicht länger ohne Zurückhaltung leben können.de VolkskrantEin alter Konflikt zwischen reichen und armen Ländern ist erneut ausgebrochen. Die afrikanischen Entwicklungsländer drohten damit, Kopenhagen zu verlassen, wenn die reichen Länder keine klaren Versprechen zur Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes abgeben. Erst dann wären sie bereit, über eigene Klimaschutzmaßnahmen zu sprechen. Der Konflikt spitzte sich rings um die Frage zu, was aus dem Kyoto-Protokoll werden soll. Die Armen würden es gern verlängern, da es ihnen keine Pflichten auferlegt. Doch die Industrieländer wollen einen neuen Vertrag mit Forderungen an aufstrebende Länder wie China. Die afrikanische Drohung veranschaulicht das wachsende Selbstbewusstsein von Entwicklungsländern, und sie war schließlich erfolgreich.------------------------------Das Geständnis des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, er hätte in jedem Fall den Einmarsch im Irak befohlen, kommentiert in ParisLe MondeIst doch egal, ob Bagdad Massenvernichtungswaffen besaß oder nicht. London musste ganz einfach im März 2003 an der Seite der Amerikaner in den Irak einmarschieren. Das ist in wenigen Worten das, was Tony Blair am Sonntag der BBC anvertraut hat. Dabei hatte der britische Premierminister von 1997 bis 2007 damals seinen Bürgern und dem Parlament versichert, man müsse aus genau dem Grunde den Irak angreifen, weil das Land Massenvernichtungswaffen habe. Er hatte damals sogar behauptet, Bagdad könne diese Waffen "in 45 Minuten" einsetzen. Warum kommt Blair jetzt mit seiner "Beichte"? Er hätte warten können, bis ihn der Untersuchungsausschuss anhört. Zweifellos wollte er dem Ausschuss zuvorkommen.
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