Zur Bonus-Politik der Banken meint in ParisLe MondeIn den USA will die Geschäftsbank Goldman Sachs ohne Scham etwa 20 Milliarden Dollar für zukünftige Boni beiseitelegen, die Summe, die die G8-Länder für den Kampf gegen den Hunger in der Welt ausgeben. Vor nicht einmal vier Monaten haben die Großen dieser Welt auf dem G20-Gipfel in London geschworen, dass die Finanzwelt nicht mehr zügellos agieren werde. Die Krise sollte heilsam sein und neue Instrumente sollten entwickelt werden, um eine verrückt gewordene Welt zu regulieren. Doch leider kehren die alteingefahrenen Methoden zurück, die die Ungleichheiten verschärfen, die Wirtschaft gefährden und die Unverständnis und Zorn wecken. Diese Methoden müssen ein für alle Mal beendet werden.Zum Wehklagen der Ärzte über ihre wirtschaftliche Situation meint in München dieSüddeutsche ZeitungSie sind auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Sie haben ihre Praxen zugesperrt und Patienten abgewiesen. Jetzt werden die Honorare für das erste Quartal 2009 bekannt und die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) teilt kleinlaut mit, dass "eine Vielzahl der bayerischen Ärzte sogar mit einem Honorarplus" rechnen kann. Soweit bekannt, hat sich bisher kein Ärztefunktionär für die überzogenen Aktionen entschuldigt. Vielleicht wäre es sinnvoll, auf Ärztetagen über altmodische Begriffe wie "Scham" und "Anstand" zu sprechen Ärzte hatten in Umfragen immer das höchste Sozialprestige.Zur vom Bauernverband (DBV) vorgeschlagenen Schlachtprämie meint in Freiburg dieBadische ZeitungKommt jetzt die Abwrackprämie für Kühe? Der DBV-Vorschlag ist nicht nur nutzlos, sondern auch unethisch. Der Vorschlag bedeutet, dass der Steuerzahler Geld bezahlen soll, um auf einen Schlag viele gesunde Tiere zu schlachten. Das wäre auch dann nicht zu rechtfertigen, wenn die Abwrackprämie für Kühe ihr Ziel erreichte. Sehr wohl aber würde die Zahlung an anderer Stelle einen Schaden auslösen. Der Fleischpreis würde natürlich fallen, wenn als Folge einer Zahlung fürs Töten viel mehr Kühe als üblich innerhalb kürzester Zeit im Schlachthof landeten. Deshalb ist es gut, dass der DBV keinen Rückhalt findet.
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