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Über den Europabesuch des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama schreibt der ZüricherTages-AnzeigerMit seinem großen Auftritt hat der Hoffnungsträger der US- Demokraten einiges riskiert. Zwar übertrugen die amerikanischen TV-Ketten seinen Auswärtssieg in die Heimat. Und manchen Amerikaner wird Obamas Erfolg mit Stolz erfüllen. Doch werden ihn diese stolzen Amerikaner auch beim entscheidenden Heimspiel im November unterstützen? Wer sich wie Obama Europa als Partner empfiehlt, dort zu viele Freunde und Verehrer hat, gilt schnell als gott- und prinzipienlos, als unentschlossen und Weichei. Obamas Erfolg von Berlin ist daher trügerisch und dessen Langzeitwirkung nicht absehbar.---Die Strafmaßnahmen der EU gegen Bulgarien wegen Korruption kommentiert die Budapester TageszeitungNepszabadsaBrüssel hat ganz richtig gehandelt, denn auf das Geld der EU-Steuerzahler gilt es in der Tat aufzupassen. Allerdings waren die Probleme, deretwegen man nun den Bulgaren eine halbe Milliarde Euro entzogen hat, schon seit 2005 ein immer wiederkehrender Gegenstand der kritischen EU-Berichte über den damaligen Beitrittskandidaten. Dennoch erfolgte im Januar 2007 die Aufnahme Bulgariens, und Brüssel musste es fortgesetzt hinnehmen, dass sich keine oder nur eine geringe Besserung einstellte. Es wäre gut, all dies ernsthaft zu überdenken, bevor wir zur nächsten Stufe der EU-Erweiterung schreiten.---Zur Schließung von 83 Militärstützpunkten in Frankreich meintLa CroixDie Reform ist einleuchtend wegen der Veränderung der Bedrohung und in Bezug auf die Umwandlung in eine Berufsarmee seit dem Ende der 90er-Jahre. Es wäre absurd, Militärs weiterhin in Regionen stationiert zu lassen, nur um die dortige Wirtschaftskraft zu erhalten. Es geht darum, den neuen Erfordernissen und Zielen der Verteidigung zu entsprechen. Jetzt will man sich auf die Ausrüstung der Armee konzentrieren, indem man den Personalbestand verringert und die im Land verteilten Kräfte sammelt.---Über Libyens Verhalten gegenüber der Schweiz nach der Festnahme eines Gaddafi- Sohns schreibt dasLuxemburger WortIm jüngst entbrannten Streit mit der Schweiz lässt Gaddafi die Maske des Biedermannes fallen und übt massiven Druck auf die Eidgenossen aus, damit ein Verfahren gegen seinen jüngsten Sohn Hannibal kurzerhand eingestellt wird. Wenn es nicht ernst gemeint wäre, könnte man dieses Verhalten schlicht als kurios abtun. Das Zudrehen des Ölhahns wird erfolglos bleiben, denn die Ölversorgung der Schweiz hängt nicht von Libyen ab. Der Fall zeigt, dass Libyen noch kein zivilisiertes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft ist.

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