Die Reaktionen auf die handgreifliche Attacke gegen Italiens Premierminister Silvio Berlusconi kommentiert in Mailand derCorriere della SeraNiemand hat die Hand des Angreifers vom Mailänder Domplatz gelenkt, doch viele haben zu dem politischen Klima beigetragen, das eine derartige Gewalttat möglich gemacht hat. Es wäre heute dringend notwendig, dass alle Beteiligten mit sich zu Rat gehen und von jetzt an ihre Worte besser abwägen und kontrollieren. Stattdessen scheinen sowohl die Opposition als auch Fraktionen der Regierungsparteien, das feige Attentat für sich politisch ausnutzen zu wollen, um die Schuld des jeweiligen "Feindes" aufzuzeigen. Damit riskieren sie in einem gefährlichen Spiel weitere Gewalttaten.Zum ersten Besuch des neuen Nato-Generalsekretärs in Russland meint in WarschauDziennikRussland will zusammen mit der Nato und allen europäischen Staaten ein neues Sicherheitssystem auf unserem Kontinent mitgestalten. Die größten Nato-Staaten und ihr Generalsekretär sagen dazu nicht Nein. Es bleibt zu hoffen, dass das nur aus Höflichkeit geschieht. Europa hat ausreichende Sicherheitsgarantien, es braucht keine neuen. Der Vorschlag aus Moskau muss abgelehnt werden. Die Idee aus dem Kreml ist nicht neu - seit der Machtübernahme durch Putin arbeiteten seine Mitarbeiter an einem neuen Konzept der internationalen Beziehungen, das sogar voraussetzte, das die Uno an den Rand gedrängt werden sollten. Ein "Konzert der Mächte", wie im 19. Jahrhundert mit fünf starken Staaten, darf sich nicht wiederholen.Über den britischen Haftbefehl gegen Israels Ex-Außenministerin schreibt in BudapestNépszabadsagOb Zipi Livni die geeignete Person ist, um mit der juristischen Aufarbeitung unserer gegenwärtigen Kriege zu beginnen, mag dahingestellt sein. Aber die Idee, Politiker strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Vor unseren Augen ereignet sich heutzutage eine große Zahl blutiger Verbrechen. Terroristen jagen unschuldige Marktbesucher in die Luft, in den Generalstäben der Großmächte verbucht man wiederum getötete Zivilisten bei Anti-Terror-Schlägen als "Kollateralschaden".
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