Zum bevorstehenden Fernseh-Duell zwischen dem republikanischen US-Präsident George W. Bush und seinem demokratischen Herausforderer John Kerry schreibt die britische ZeitungThe IndependantMehr könnte gar nicht auf dem Spiel stehen. Für John Kerry geht es bei dieser Debatte um alles, sie wird entscheiden, ob dem Demokraten beim Rennen um das Weiße Haus überhaupt noch irgendwelche Chancen eingeräumt werden können. Leider sieht es nicht gut aus. In dieser ersten Debatte geht es um Außenpolitik, das wiederum könnte Kerry zugute kommen. Dies ist seine Chance, die Argumente gegen George W. Bushs Krieg direkt vor den Wählern auszubreiten und Bushs simplifizierende Rechtfertigungen als populistische Platituden zu enthüllen. Sollte ihm das gelingen, wird dies sein Überleben als Kandidat sichern. Alles andere aber wird angesichts seines Rückstands in den Umfragen zu wenig sein.Mit den Problemen und den Sanierungsplänen des KarstadtQuelle-Konzerns befasst sichDie WeltDie Krise des Karstadt-Konzerns und auch die Reaktion darauf sind symptomatisch für die Lage Deutschlands. Im Einzelhandel wusste seit Jahren jedermann, dass sich über dem Kaufhausunternehmen immer dunklere Wolken auftürmten. Die Fehler der Geschäftspolitik wurden auch immer wieder einmal benannt, doch geschehen ist wenig. In größter Not planen Aufsichtsrat und Vorstand jetzt einen radikalen Schnitt, um das Unternehmen zu retten. Und schon mischt sich die Politik ein und will mitreden; es gehe schließlich um Tausende von Arbeitsplätzen. In Deutschland wird zu viel geredet und zu wenig gehandelt. Noch immer ist das Land zu sehr auf die Erhaltung des Status quo ausgerichtet, obwohl klar ist, dass dieser sich nicht halten lässt. Je eher man handelt und flexibel auf neue Entwicklungen reagiert, umso besser, kostengünstiger und sozialverträglicher kann man sich anpassen.Die neueste Entwicklung in der Haushaltspolitik von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) beleuchtet dieStuttgarter ZeitungSicher muss man Eichel zugute halten, dass die dreijährige wirtschaftliche Talfahrt nicht vorherzusehen war. Zum Schicksal aller Finanzminister gehört auch, dass sie für Fehler zur Rechenschaft gezogen werden, für die ihre Ressortkollegen verantwortlich sind. Doch Hans Eichel hat nichts gelernt. Er verspricht immer wieder Dinge, die er nicht halten kann.
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