Zum Tod von zehn französischen Nato-Soldaten in Afghanistan meint die französische ZeitungLibérationWie kann man einen Krieg gewinnen, der militärisch nicht zu gewinnen ist? Die schlechteste Lösung wäre natürlich der Rückzug. Das Eingreifen in Afghanistan war eine tragische Notwendigkeit und anders als der Irak-Krieg gerechtfertigt. Wer wollte außerdem den gewalttätigsten Fanatikern des Islamismus einen Aufsehen erregenden Sieg bescheren? Die Lösung, die zwar eine militärische Vormachtstellung voraussetzt, kann nur politisch sein. Notwendig ist der Wiederaufbau eines Staates, der diesen Namen verdient und weniger korrupt ist und effizienter arbeitet.Über die jüngste Welle von Terroranschlägen in Algerien, Pakistan, der Türkei und Afghanistan schreibt die spanische ZeitungEl PaísDie Anschläge mit insgesamt 100 Toten wurden in Ländern verübt, die für den weltweiten Frieden und die Stabilität von besonderer Bedeutung sind. Dass sie sich an einem Tag ereigneten, mag ein tragischer Zufall sein. Aber die Häufung kann auch damit zu tun haben, dass die Strategen des Terrors sich die Probleme der Großmächte zunutze machen. Russlands Intervention in Georgien legte die Schwierigkeiten offen, die die USA, die EU und die Nato damit haben, die immer stärker lädierte Weltordnung aufrecht zu erhalten. Die Weltgemeinschaft einschließlich Russlands sollte die jüngsten Terroranschläge zum Anlass nehmen, ihre Strategie zu überdenken und sich darauf zu konzentrieren, die wichtigsten Spannungsherde zu beseitigen.Die späte Reaktion der Nato auf den Konflikt zwischen Georgien und Russland kommentiert die schwedische ZeitungDagens NyheterDie Nato brauchte zehn Tage, bis es ein Treffen zu Georgien gab. Dessen Ergebnis wirkt unklar. Die Debatte ähnelt eher der im UN-Sicherheitsrat als Überlegungen in einer Militärallianz. Es sieht so aus, als sei die Nato dabei, sich zu einem internationalen Diskussionsclub zu entwickeln. Etliche Mitglieder könnten sich mit Recht betrogen fühlen. Etwa die baltischen Länder. Estland, Lettland, Litauen suchten so schnell wie möglich Schutz unter dem Nato-Schirm. Die Beitrittsgesuche aus Georgien und der Ukraine hat man in eine Schublade gelegt. Der Georgien-Konflikt verschärft die Probleme der Nato. Sie wirkt nicht mehr wie eine Versicherungsgesellschaft zur Landesverteidigung, sondern wie eine gute Organisation zum Training von Leuten für Einsätze außerhalb des eigenen Territoriums.
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