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War die Kriegsdrohung gegen den Iran durch den französischen Außenminister Bernard Kouchner nur Rhetorik? Verschiedene Zeitungen befassen sich mit der Hypothese im Ernst. In Rom schreibt dazuLa RepubblicaFrankreichs Außenminister hat also beschlossen, die Rolle der Kassandra auf sich zu nehmen, vor allem, um Alarm in Europa zu schlagen, aber auch, um den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu warnen. Reichte die Drohung der USA nicht aus? Ist es für US-Präsident George W. Bush wirklich notwendig, dass die Europäer die Dosis erhöhen? Das Problem besteht darin, dass die aufkommende Strömung, die mehr Härte gegen Teheran will, ausschließlich in jenem Umfeld gedeiht, das auch die Intervention gegen den Irak empfohlen hatte. In der Tat tauchen jene Argumente wieder auf, die eine Präventivintervention unterstützen, und dabei vor allem die Vorstellung, man dürfe keine Zeit verlieren und dem Gegner nicht zu viele Chancen geben, das Chaos zu vermeiden.------------------------------In Paris bemerkt zu diesem ThemaLe FigaroIm Fall eines Angriffs würde die iranische Republik nicht passiv bleiben. Sie würde vielmehr einen asymmetrischen Krieg beginnen und verschiedene Hebel in der Region ansetzen - etwa die schiitischen Milizen im Irak oder die Hisbollah im Libanon. Die französischen Kräfte der Unifil im Südlibanon könnten zur Zielscheibe werden. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen einen äußeren Gegner würde die iranische Regierung auch die interne Opposition bedingungslos angreifen. Wie lässt sich unter diesen Bedingungen Teheran gefügig machen? Im Moment bleibt die Wirkung der Sanktionen begrenzt. Nur wenn Russland und China mit den anderen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats eine gemeinsame Linie bilden würde, würde sich das iranische Regime ernsthaft bedroht fühlen.------------------------------Im Inland hat der Vorschlag der CSU-Politikerin Pauli ein Echo gefunden, die Ehe auf sieben Jahre zu begrenzen. So schreibt dieNeue Osnabrücker ZeitungZu Recht ist die CSU-Führung besorgt über den Vorschlag von Gabriele Pauli, eine Ehe auf Zeit einzuführen. Nicht dass die Fürther Landrätin mit ihrer abwegigen Idee breite Sympathien, geschweige denn den angestrebten Parteivorsitz erringen könnte. Die Machtfrage ist spätestens jetzt gegen Pauli entschieden. Gleichwohl wächst die Gefahr für die CSU, sich bei diesem Klamauk insgesamt lächerlich zu machen.------------------------------In Bayreuth kommentiert die ZeitungNordbayerischer KurierLandrätin Pauli hat als ernsthafte und ernst zu nehmende Kritikerin des CSU-Establishments begonnen und zu Stoibers Sturz beigetragen, aber nun gibt die Latex-Lady den Pausenclown. Schon fragt sich das staunende Publikum, was wohl die nächste Nummer sein wird. Beim CSU-Parteitag gibt's Paulis Abschiedsvorstellung.

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