Mit den künftigen Ministern im Kabinett des designierten US-Präsidenten Barack Obama befassen sich Zeitungen aus Spanien, Italien und der SchweizEl MundoMit der Ernennung von Hillary Clinton zur Außenministerin und dem Festhalten an Verteidigungsminister Robert Gates beweist der künftige US-Präsident Barack Obama, dass er eine Regierung haben möchte, die seine Entscheidungen auch infrage stellen kann. Obama und Clinton waren beim Kampf um die Präsidentschaftskandidatur heftig aneinander geraten. Aber inhaltlich sind ihre Differenzen unbedeutend. Beide wollen das Schwergewicht auf die Diplomatie legen und militärische Gewalt nur im äußersten Notfall einsetzen. Noch darf Obama keine Entscheidungen als Präsident treffen. Man kann ihn daher nur nach der Auswahl seines Teams beurteilen. Und da erfüllt er die kühnsten Erwartungen.La RepubblicaEs ist ein erstrangiges Ministerteam, das große Ergebnisse erzielen kann, gleichzeitig allerdings auch durchsetzt ist mit dermaßen starken Persönlichkeiten, dass die Gefahr massiver Streitereien erheblich ist. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass zu dieser Mannschaft noch der Vize-Präsident Joe Biden stoßen wird, der sich doch als der größte Experte von allen in der Außenpolitik ansieht. Und der nicht darauf verzichten wird, seine Stimme zu erheben. Auf den Feldern, auf denen es einen Bruch mit der Vergangenheit geben soll, hat Barack Obama indessen Politiker ausgewählt, die seinem Denken am nächsten stehen, allen voran den Juristen Eric Holder, der als erster Schwarzer amerikanischer Justizminister wird.Tages-AnzeigerNeben Präsident Obama, Verteidigungsminister Gates und Sicherheitsberater Jones zählt Hillary Clinton als Außenministerin zu den außen- und sicherheitspolitischen Trümpfen der Regierung. Der Wert der Trumpfdame muss sich allerdings erst noch zeigen. Denn den Trumpfkönig, den Gemahl der Dame, hält Obama nicht in den Händen: Bill Clinton bleibt trotz gegenteiliger Beteuerungen unkontrollierbar. Ob sich der Ex-Präsident, der heute seine private Außenpolitik betreibt, an die Spielregeln der Regierung Obama hält, ist höchst ungewiss.
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