PRESSESTIMMEN

BLZ
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Über die Wahl des neuen britischen Parlamentspräsidenten schreibt in London The GuardianKein anderer "Speaker" ist aus seinem Job getrieben worden wie Michael Martin im vergangenen Monat. Und kein anderer "Speaker" ist in einer Geheimabstimmung gewählt worden wie sein Nachfolger heute. Das Parlament ist im Wandel, aber nicht schnell genug. Obwohl sich zehn verschiedene Kandidaten der Wahl stellen, hat überparteiliche Missgunst dominiert; der Wettbewerb war deprimierend. Die Abgeordneten riskieren, dass sie einen neuen "Speaker" wählen, der die Fehler des alten bewahrt.------------------------------Die Handlungsoptionen der US-Regierung gegenüber dem Iran kommentiert in Rom La RepubblicaDas Problem scheint unlösbar zu sein. Der wunde Punkt dabei ist die Atom-Frage. Nachdem US-Präsident Barack Obama den Iranern in seiner Rede in Kairo grünes Licht für die "friedliche" Nutzung der Atomkraft gegeben hat, hat sich das Gefühl breit gemacht, dass die US-Administration Teherans Nuklearprogramm praktisch als unvermeidbar akzeptiert habe - in der Hoffnung, dass ein Sieg Hussein Mussawis bei den Wahlen die Karten neu mischen könnte. Aber mit dem Sieg Mahmud Ahmadinedschads und seines Mentors Ajatollah Ali Chamenei und wegen eines möglichen Blutbads könnte das Weiße Haus jetzt gezwungen sein, alle Optionen neu zu erwägen, eingeschlossen die der Waffengewalt.------------------------------Zu dem Auftritt von Präsident Nicolas Sarkozy vor dem Kongress aller Abgeordneten im Schloss von Versailles meint in Paris LibérationDie Rede Sarkozys im Schloss des Sonnenkönigs hat den Beigeschmack eines monarchischen Rituals. Der Präsident wird nach seiner feierlichen Rede nicht bleiben, um die Entgegnung der Opposition zu hören, die sich sowieso für Abwesenheit oder Schweigen entschieden hat. Man hätte sich stattdessen einen stolzen Redner gewünscht, der Sarkozy entgegnet, mit Talent und Überzeugung. Die Sozialisten haben sich dagegen entschieden. Vielleicht wollte sie damit eine kategorische Ablehnung ausdrücken. Doch man muss eher befürchten, dass sie lieber schweigt, weil sie sich nicht auf einen Sprecher einigen konnte.

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