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Die Frage, welche französischen Politiker am 9. November '89 in Berlin waren, beschäftigtLa Voix du NordEs ist schon verrückt, wie viele französische Politiker am 9. November am Fuße der Mauer waren, um sie fallen zu sehen. Nicolas Sarkozy versichert mit einem Foto als Beweis auf seiner Facebook-Seite, dass er in der ersten Reihe war, um mit Alain Juppé diesem historischen Abend beizuwohnen. Doch dieser ist sich des Datums nicht mehr wirklich sicher. Vielleicht war es der 10. Nein, nein, es war der 9., versichert Premierminister François Fillon, der an diesem Abend am Checkpoint Charlie auf die andere Seite wechselte. In dem Eifer unserer Regierenden, zu versichern, "ich war dabei", liegt etwas ziemlich Lächerliches. Denn an diesem Abend wurde große Geschichte geschrieben, ohne dass Frankreich trotz seines Status' als Berliner Besatzungsmacht das geringste Wörtchen mitzureden hatte.------------------------------Zu den Steuererleichterungen meint in WienDer StandardKanzlerin Merkel, die selbst in konjunkturell besseren Zeiten lange gegen Steuergeschenke war, wird von ihrem kleinen Koalitionspartner bei diesem heiklen Thema ziemlich getrieben. Doch sie, die an diesem Mauer-Gedenktag so viel vom Mut der Ostdeutschen gesprochen hat, müsste jetzt langsam selbst Mut beweisen und die Reißleine ziehen. Erste kleine Steuererleichterungen hat ihr Kabinett am Montag beschlossen. Doch für eine große Steuerreform, wie sie der FDP (und auch Teilen der CSU) immer noch vorschwebt, ist einfach kein Geld da. Unterstützung bekommt Merkel jetzt aus Brüssel. Die EU-Kommission gesteht Berlin zwar längere Zeit zur Budgetsanierung zu, erwartet aber gleichzeitig bereits 2011 harte Einschnitte. Steuergeschenke werden damit immer unrealistischer. Nur sagen will es noch keiner.------------------------------Über die Rücktrittsankündigung von Palästinenser-Präsident Abbas schreibt in MadridEl PaísAbbas hat genügend Gründe, sich frustriert zu fühlen. Der Palästinenserpräsident, ein gemäßigter und prowestlicher Politiker, hat knapp fünf Jahre nach seiner Wahl für seine Leute nichts Wesentliches erreicht. Er setzte sich mit drei verschiedenen Regierungen in Israel auseinander, aber nun ist er am Ende seiner Wegstrecke angelangt.

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