Die politische Atmosphäre in den Vereinigten Staaten ändert sich, das zeigt der anlaufende Wahlkampf. Dazu bemerken in Rom und BrüsselLa repubblicaDas, was die Amerikaner in diesem Januar 2008 wollen, kann man in einem Wort zusammenfassen: "Change" - Veränderung. Eine Veränderung des Stils, der politischen Klasse, der Gesichter und der Generationen. Diese Lust auf Veränderung ist zwar leicht auszumachen, aber schwierig zu deuten. Veränderung hat für verschiedene Menschen jeweils eine verschiedene Bedeutung. Zudem gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal seit 80 Jahren keinen "regierenden" Kandidaten, der bereits als Präsident oder Vize-Präsident im Weißen Haus ist. Auch wird Bush immer irrelevanter: Mittlerweile hat er nicht einmal mehr Einfluss auf die eigene Partei. Der Mann oder die Frau, der/die es letztlich schaffen wird, wird die Aufgabe haben, den Vereinigten Staaten von Amerika das Prestige und vor allem die liebevolle Zuneigung des Auslands zurückzugeben, die sieben Jahre Bush kaputt gemacht haben.Le SoirWenn der Irak das einzige Thema des Wahlkampfes vor einem Jahr war, so ist er in den vergangenen Tagen fast verschwunden. Zwar haben die demokratischen Kandidaten bei ihren letzten Auftritten in Iowa dies kurz angesprochen, wie etwa Hillary Clinton, die versprach, die im Irak kämpfenden Boys "nach Hause zu holen". Der Wahlkampf hat sich allerdings zu innenpolitischen Themen verschoben. Die wirtschaftliche Lage und die Krise der Risikodarlehen, das weitgehend unglaubwürdige Gesundheitssystem, die Globalisierung und die Einwanderung: Jede Menge Themen, auf die sich die Kandidaten vor allem in den urbaneren Bundesstaaten konzentrieren müssen.Das Scheitern der von Venezuelas Staatschef Hugo Chavez eingefädelten Freilassung von drei Geiseln der FARC-Rebellen in Kolumbien kommentiert in MadridEl PaisAm besten stand am Ende der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe da. Er muss zwar mit der Enttäuschung der gescheiterten Freilassung leben, aber er hat alles versucht, um diese zu ermöglichen. Der Vorwurf der Guerilla, Aktionen der kolumbianischen Armee in der Region hätten die Freilassung verhindert, ist unglaubwürdig. Die öffentliche Meinung Kolumbiens hatte einen Erfolg gefordert, und von öffentlicher Meinung versteht Uribe eine ganze Menge. Für Chavez war es eine große Enttäuschung, denn es hat sich gezeigt, dass sein Einfluss auf die Rebellen doch nicht so groß ist. Bezeichnenderweise hatte er den US-Filmemacher Oliver Stone eingeladen, um die Freilassung in einen Medienzirkus zu verwandeln. Der Regisseur von Filmen wie "Platoon" bewies seinerseits Unklugheit, Ignoranz und Maßlosigkeit. Obwohl er weder spanisch spricht noch versteht, plapperte er die Argumente von Chavez und den FARC-Rebellen nach und schob Uribe die ganze Schuld zu.
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