Zu den islamkritischen Karikaturen meinen in Kopenhagen, Madrid und Amsterdam------------------------------InformationDer frühere US-Präsident Bill Clinton hat uns Dänen bei einem Besuch 1997 für unseren Humanismus und unsere Gastfreiheit gelobt. Bei einer Konferenz in Katar letzte Woche bezeichnete er die Mohammed-Zeichnungen in Jyllands-Posten als beschämend und Dänemark als abschreckendes Beispiel. Clinton legte den Finger genau in die Wunde. Es geht um Anstand und Respekt vor anderen Kulturen, die unser Land seit dem Besuch Clintons vor neun Jahren verloren hat. Wenn wir uns Hoffnung darauf machen wollen, das Verlorene zurückzugewinnen, besteht der erste Schritt in der Erkenntnis unser eigenen Fehlentwicklung und einer aufrichtigen, vorbehaltlosen Entschuldigung an die Betroffenen.------------------------------El PaisDie Mohammed-Karikaturen waren wahrscheinlich von schlechtem Geschmack und stellten eine Provokation dar, für die die dänische Wirtschaft einen hohen Preis zahlen muss. Aber sie dürfen zu keiner Einschränkung der Pressefreiheit führen, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgeht. Wer Anstoß nimmt, kann vor den Gerichten klagen. Diese sind die einzige Instanz, die solche Konflikte lösen kann. Jeder soll mit dem religiösen Glauben des Anderen respektvoll umgehen. Leider macht sich in vielen Religionen Fanatismus breit. Dies gilt ganz besonders für den Islam. Einige mussten dies mit dem Leben bezahlen, wie der Niederländer Theo van Gogh.------------------------------VolkskrantEine unerfreuliche Auseinandersetzung hat eine unerfreuliche Wendung genommen. In einem offen Brief an die "sehr geehrten Bürger der muslimischen Welt" hat der Chefredakteur der dänischen Zeitung Jyllands-Posten doch noch seine Entschuldigung für die Karikaturen des Propheten Mohammed angeboten. Diese Affäre kennt nur Verlierer. Die europäischen Partner boten nur kärgliche Unterstützung an. UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour meinte sogar, der Organisation islamischer Länder eine Untersuchung über dänischen "Mangel an Respekt" vor dem Islam versprechen zu müssen. Ein trauriger Kniefall vor dem religiösen Despotismus.------------------------------Zur Lage am Arbeitsmarkt meint dieLeipziger VolkszeitungDie Schreckenszahlen dieses Januars sind der erneute Beweis des Scheiterns der rot-grünen Politik. Sie können der neuen Regierung nach einigen Monaten im Amt nicht angekreidet werden. Doch schon bald werden die Finger beim Thema Massenarbeitslosigkeit direkt auf die Großkoalitionäre zeigen, auch wenn die Arbeitslosigkeit wegen vorübergehend guter Konjunktur und zurückgehenderBevölkerungszahl etwas sinken sollte. Denn die große Koalition hat bisher nicht den Mut gefunden, von alten rot-grünen Strategien abzurücken. Schon der nutzlose Zank um die teuren und kaum wirkenden Kombi-Lohn-Modelle zeigt den arbeitsmarktpolitischen Leerlauf.
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