PRESSESTIMMEN

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Den Regierungsstil von Barack Obama kommentiert in Paris Le FigaroInnerhalb von drei Monaten hat der neue amerikanische Präsident glanzvoll bewiesen, dass er zuhören kann, dass er offen für den Dialog sein kann und dass er Fehler, die von seinem Land begangen wurden, anerkennen kann. Es ist selbstverständlich zu früh, um auch nur die kleinste Bilanz zu ziehen, aber es ist Zeit festzustellen, dass die Probleme der Welt ebenso verzwickt bleiben wie zur Zeit von George W. Bush. Wenn er die Welt ändern will, wird Obama ziemlich schnell die Tonlage ändern müssen. Das deutlichste Beispiel für die Grenzen seines neuen Stils ist das von Nordkorea.------------------------------Zur Anti-Rassismus-Resolution der UN-Konferenz meint in Wien Der StandardWar es der Konferenzboykott der USA und acht weiterer Länder, unter ihnen fünf EU-Mitglieder, der den Umschwung herbeigeführt hat? Oder war es eher die Linie von Ländern wie Frankreich (und Österreich), die lautet: Nur wer dabei ist, kann auch den Gang der Dinge beeinflussen? Beide Seiten werden nun den (relativen) Erfolg der Konferenz für sich beanspruchen. Dass Dialog aber nicht sinnlos ist, zeigt ein offensichtlicher Rückzieher Ahmadinedschads. Nach einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon änderte er seinen Redetext und sprach statt von "der zweideutigen und zweifelhaften Frage des Holocausts" dann von einem "Missbrauch der Frage des Holocaust". Nach allem, was man vom iranischen Präsidenten weiß, ist das vermutlich keine innere Haltungsänderung. Aber Faktum ist, dass mit der Genfer Erklärung eine rote Linie gezogen wurde, die auch der Iran offiziell respektiert.------------------------------Über die Wirtschaftskrise schreibt die Frankfurter AllgemeineVieles deutet darauf hin, dass Deutschland - gerade auch am Arbeitsmarkt - eine kräftige Durststrecke bevorsteht, die sich weit in das nächste Jahr ziehen wird. Auch wer der Prognosekraft der Ökonomen nur noch wenig zutraut, wird Mühe haben, ihre neuen Zahlen nun als kollektive Schwarzmalerei abzutun. Die Annahmen, auf denen die Frühjahrsschätzung beruht, sind aus heutiger Sicht realistisch, vielleicht gar ein wenig optimistisch.

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