PRESSESTIMMEN

BLZ
2 Min

Die Entlassung von Verteidigungsminister Rudolf Scharping kommentieren der"Corriere della Sera"Nur zwei Monate vor der Bundestagswahl kann sich der Kanzler bei seinem schwierigen Unternehmen, den Rückstand in den Umfragen seiner Partei gegenüber der Union Stoibers aufzuholen, nicht die geringste zusätzliche Belastung leisten. Es ist das Kalkül Schröders, dass der Rauswurf Scharpings, der schon seit langer Zeit sehr geringe Popularität in der Bevölkerung besitzt, in der Öffentlichkeit positiv bewertet wird und sogar einen günstigen Effekt für die Regierung mit sich bringt."The Guardian"Gerhard Schröders Chancen, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu bleiben, haben einen schweren Rückschlag erlitten, als er gezwungen war, einen seiner wichtigsten Minister zehn Wochen vor dem Wahltag wegen einer anrüchigen Affäre zu entlassen. Der Streit bedroht eine viel versprechende Erholung Schröders und seiner Sozialdemokratischen Partei in der Wählergunst. Die Entlassung kam zu einem Zeitpunkt, als Schröder sich bereits in der Defensive befand, nachdem ihm vorgeworfen worden war, dass er den Sturz von Telekom-Chef Ron Sommer ins Werk setzte. "El País" Knapp zwei Monate vor den Wahlen konnte sich Bundeskanzler Gerhard Schröder keinen neuen Skandal in seiner Regierung leisten, zumal er in allen Umfragen hinter seinem christdemokratischen Rivalen Edmund Stoiber liegt. Mit eiserner Hand hat er seinen umstrittensten Minister, Rudolf Scharping, aus dem Weg geräumt. Die Sache mit Scharping sowie die Wortwechsel mit Stoiber zeigen, dass der Wahlkampf in Deutschland auf der Zielgeraden für die Sozialdemokraten immer schwieriger wird. Und auch immer schmutziger.und die Moskauer Tageszeitung "Iswestija" "Iswestija" Der Skandal um Scharping kommt der christdemokratischen Union vor den Wahlen sehr gelegen. Die Opposition forderte die Wahrheit über die zweifelhaften Beziehungen des Kanzlerlieblings zum PR-Unternehmer Hunzinger. Zwei Monate vor den Wahlen wollte Schröder kein Risiko eingehen und ließ Scharping fallen. Eine Wiederwahl Schröders scheint unwahrscheinlich. Äußerst kraftvoll schiebt sich sein konservativer Konkurrent Stoiber nach vorn. Der Bayer führt nicht nur in den Umfragen, er sammelt auch im Ausland Punkte. Bei seinem Besuch vor kurzem in Moskau empfing ihn Putin beinahe schon wie einen amtierenden Kanzler.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner