Mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt beschäftigen sich Zeitungen in Frankreich, Spanien und England:Le FigaroEine Lösung hängt vor allem von Barack Obama ab, das kann niemand bestreiten. Neben der Finanzkrise, Afghanistan und Irak wird der Nahe Osten zu einer der Prioritäten des neuen US-Präsidenten. Da der Konflikt zwischen Israel und der Hamas auf Dauer angelegt ist, muss er so schnell wie möglich Vorschläge machen, die für beide Seiten akzeptabel sind. Die Forderung Israels, die Obama während seines Wahlkampfs unterstützt hat, lautet, garantierte Sicherheit. Es wird schwieriger werden, im gegnerischen Lager für Vertrauen zu werben, da es zahlreiche Akteure gibt - nicht nur auf palästinensischer Seite -, die sich an seinem Amtsvorgänger George W. Bush rächen wollen.El PaísFriedensappelle und schöne Worte helfen im Nahost-Konflikt nicht weiter. Konkrete Aktionen der Weltgemeinschaft sind die einzige Chance, dem Drama ein Ende zu setzen. Die arabischen Staaten müssen die Hamas isolieren und Mittel entziehen, bis die radikalislamische Organisation zu einem Gewaltverzicht bereit ist. Die USA und die EU dürfen sich in dem Konflikt nicht länger mit der Zuschauerrolle begnügen. Man darf nicht, wie Washington dies tut, alle Aktionen Israels gutheißen. Stattdessen sollte der Westen die Israelis mit Handelsbeschränkungen und politischen Sanktionen unter Druck setzen, bis sie zu ernsthaften Verhandlungen bereit sind.The TimesIsraels Rückzug vom Gaza-Streifen vor drei Jahren war für das Land ein traumatisches Erlebnis. Das Land zog Soldaten und Siedler zurück, um dann von den neuen Nachbarn beschossen zu werden. Viele israelische Politiker werden sagen, dass Hamas seine Chance verpasst hat. Die beiden Kandidaten für das Amt des nächsten Premiers, Außenministerin Zipi Livni und Oppositionsführer Benjamin Netanjahu, zeigten sich bereit, Hamas in Gaza mit militärischer Gewalt zu stürzen. Mit den Wahlen im Februar - der Zeitpunkt der Gewalt ist kein Zufall - erscheint ein solches Unternehmen zunehmend wahrscheinlich. Aber der humanitäre Preis dafür wäre schrecklich.
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