Der Landkreis Prignitz setzt von diesem Nachmittag an Hubschrauber zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ein. Aus der Luft werde ein biologisches Mittel entlang der Elbe zunächst bei Bad Wilsnack auf Grünflächen ausgebracht, teilte der Landkreis mit. Die Raupen des Nachtfalters können durch ihre Brennhaare bei Menschen starke allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen.
Die Bevölkerung wurde nach Angaben des Landkreises per Warnapp aufgefordert, sich während der tiefen Überflüge nicht im Freien aufzuhalten und leichte Gartenmöbel zu sichern, damit sie nicht wegfliegen können.
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Dutzende Flüge geplant
Zunächst seien rund 20 Hubschrauberflüge vom Dorf Legde nahe der Elbtalaue aus vorgesehen, sagte ein Sprecher des Landkreises. Später solle der Helikopter von zwei weiteren Startplätzen abheben. Insgesamt sollen aus der Luft mehr als 600 Hektar behandelt werden, vor allem entlang des Elberadwegs. Zeitweise würden Straßen und Gebiete gesperrt. Auch vom Boden aus werde der Eichenprozessionsspinner bekämpft.
Zum Einsatz kommt nach Angaben des Landkreises das Biozid „Foray ES“, das für Menschen und nicht blattfressende Insekten als unbedenklich gelte. Die wässrige Lösung trockne innerhalb kurzer Zeit ab.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Ausbreitung in Deutschland durch den Klimawandel begünstigt wird. Der Falter selbst ist für Mensch und Tier harmlos, nicht jedoch seine Raupen. Ihre Nester sind runde Gespinste, die die Größe eines Fußballs erreichen können. Ab dem dritten Larvenstadium wachsen ihnen feine Brennhaare, die beim Menschen Beschwerden hervorrufen können. Die höchste Gesundheitsbelastung tritt nach Angaben des Landkreises im Frühsommer auf. (mit dpa)
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