Zum Glück ist Tobias Künzel in Leipzig aufgewachsen und nicht in Dresden. Denn dort konnte der heutige Prinzen-Sänger - anders als im Tal der Ahnungslosen rund um die sächsische Hauptstadt - schließlich Westfernsehen sehen. Und da der kleine Künzel beim Klassenfeind fleißig die "Augsburger Puppenkiste" konsumierte, wusste er natürlich auch gleich Bescheid worum es ging, als er vergangenes Jahr eine Anfrage in Sachen Urmel erhielt. Die kam von Christian Berg, der einen Komponisten für sein Musical über den grünen Dinosaurier suchte. Künzel konnte spontan Ja sagen.Ein halbes Jahr hat der "Prinz" komponiert, jetzt sind die Lieder für Urmel (der diesmal ins All fliegt), Putzi, die Schweinedame, und Otto, den Außerirdischen, fertig. "Wir haben die Songs mit richtig großer Besetzung aufgenommen, mit Bläsergruppe und Streichern", sagte Künzel, der gestern im Chamäleon in den Hackeschen Höfen zusammen mit Berg Ausschnitte aus dem Kindermusical vorstellte. Der 40-Jährige hat übrigens schon Musical-Erfahrungen gemacht. Von ihm stammt die Musik von "Elixier" und in dem Stück hatte er auch gleich noch die Hauptrolle übernommen.Für den ebenfalls Musical-erprobten Regisseur, Schauspieler und Autor Christian Berg ist "Urmel" nach "Cinderella", "Das Dschungelbuch" und "Jim Knopf und die Wilde 13" das bislang umfangreichste Musical-Projekt. "Das ist eine richtig große Show mit Kinderchor, tollem Bühnenbild und gleich neun Darstellern." Die Urmel-Premiere gibt es am 28. April in Hamburg, danach ist die Truppe am 30. April und 1. Mai im Berliner Tempodrom zu sehen (Kartentelefon: 61 10 13 13).----Heute trifft Hollywoodstar Nicole Kidman zu einem Kurzbesuch in Berlin ein. Gegen Mittag wird sie im Adlon erwartet. Ab 19 Uhr darf man dann mit ihr auf dem roten Teppich vor dem Kino Cinestar im Sony-Center rechnen. Dort wird ihr Film "Die Dolmetscherin" gezeigt, bei dem der dreifache Oscar-Preisträger Sydney Pollack ("Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss", "Die Firma") Regie geführt hat. Pollack traf Montagabend in Berlin ein. Sein Flugzeug (für Interessierte: eine Mirage) hatte der Hobbypilot eigenhändig über den großen Teich gelenkt - wenn der Chef selbst am Steuerknüppel sitzt, langweilen sich die angestellten Piloten. So etwas strengt an, Pollack bettete sein Haupt also früh in seiner Adlon-Suite. Und konnte so am Dienstag frisch und munter in seiner Limousine auf Stadtrundfahrt gehen. Bei der gab Pollack sich die volle Packung: Checkpoint Charlie, Museumsinsel, Gendarmenmarkt.------------------------------Foto: Das Urmel und sein Komponist: Miriam Lotz und Tobias Künzel.
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