Königs Wusterhausen. Heute abend soll auf der Verbandsversammlung des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV) über ein neues Modell entschieden werden: die Gründung einer privaten Gesellschaft zur Abwasserentsorgung in den Gemeinden Schulzendorf, Eichwalde, Wildau und Zeuthen.Zwei Ziele strebt der Verband mit der Gründung der privaten Gesellschaft an. Einerseits soll der Ausbau des Abwassernetzes in den dichtbesiedelten Gemeinden massiv vorangetrieben werden. Dabei sollen andererseits Gebühren und Anschlußbeiträge sozial verträglich bleiben.Ende 1996 waren in Schulzendorf erst fünf Prozent aller Haushalte an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossen. In Eichwalde waren es sechs und in Zeuthen rund 20 Prozent. Beim gegenwärtigen Schrittmaß des MAWV würde die Erschließung im Verbandsgebiet frühestens im Jahr 2015 beendet sein. Der Grund: Die Mittel der Kommunen sind begrenzt.Vom neuen Gesellschaftsmodell erhofft sich die Verbandsführung den Schub, um ein lückenloses Abwassernetz zu einem früheren Zeitpunkt fertigzustellen. Durch das Investitionsvolumen der privaten Gesellschaft von rund 100 Millionen Mark könnte der MAWV seine finanziellen Mittel in anderen Mitgliedsgemeinden einsetzen.Spricht sich die Verbandsversammlung für das Modell aus, müssen vom MAWV anschließend die Zustimmungen der Kommunalaufsicht, des Landesumweltamtes und des Finanzministeriums eingeholt werden. Bei positiver Resonanz könnte bereits im September mit der bautechnischen Vorbereitung begonnen werden. +++
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