Literatur

Ausrangiert und ausradiert: Welche Rolle spielt die Literatur der DDR heute?

Am 16. April spricht Holger Friedrich mit dem Germanisten Prof. Dr. Carsten Gansel über die Gründe westdeutscher kultureller Überheblichkeit.

Josephine Maria Bayer
5 Min
In „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“ geht Carsten Gansel der heutigen kulturellen Wahrnehmung und dem öffentlichen Diskurs über die Literatur der DDR auf den Grund. Auf dem Foto: Die Abrissruinen des ehemaligen Palasts der Republik.

In „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“ geht Carsten Gansel der heutigen kulturellen Wahrnehmung und dem öffentlichen Diskurs über die Literatur der DDR auf den Grund. Auf dem Foto: Die Abrissruinen des ehemaligen Palasts der Republik.

© Reclam

„Ausradiert“: Viele Ostdeutsche können sich bis heute mit dieser Bilanz identifizieren. So hoffnungsvoll die Euphorie eines geeinten Deutschlands nach der Wende aufblühte, so schnell wurde klar: Ostdeutsche Identitäten würden in den Augen vieler Westdeutscher fortan undifferenziert im Schatten der gestürzten SED-Diktatur stehen. Schnell verbreitete sich, neben einem gewissen Maß an gönnerhaftem Mitleid, auch eine Grundskepsis gegenüber den Leistungen und kulturellen Errungenschaften der ehemaligen DDR-Bürger und -Bürgerinnen.

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