Interview

Ehemaliger Sondergesandter Georg Milbradt: „In der Ukraine ist Datenschutz kein Vorwand für Stillstand“

Wie steht es um die Verwaltung der Ukraine? Und wie korrupt ist das Land wirklich? Ein Interview mit Professor Georg Milbradt, dem ehemaligen deutschen Sondergesandten für die ukrainische Reformagenda.

11 Min
Der ehemalige Ministerpräsident Sachsens Georg Milbradt im im Gespräch über die Situation in der Ukraine.

Der ehemalige Ministerpräsident Sachsens Georg Milbradt im im Gespräch über die Situation in der Ukraine.

© Daniel Scholz für Ostdeutsche Allgemeine

Als erster Finanzminister des Freistaats Sachsen nach der Wiedervereinigung legte Georg Milbradt 1990 die wirtschaftlichen Grundlagen eines neuen Bundeslandes – zwölf Jahre später wurde er dessen Ministerpräsident. Doch nach dem Ende seiner Amtszeit 2008 folgte kein Ruhestand. Fast ein Jahrzehnt lang, von 2017 bis 2025, war der promovierte Volkswirt und Jurist als deutscher Sondergesandter in der Ukraine im Einsatz: Er trieb dort Dezentralisierung und Verwaltungsreformen voran, beriet in dieser Rolle die G7 und arbeitete daran, einem Land mitten im Krieg staatliche Strukturen zu geben, die tragen.

Milbradt, heute 81 Jahre alt und außerplanmäßiger Professor an der TU Dresden, gilt als einer der erfahrensten Verwaltungsexperten Deutschlands. Ein Mann, der Institutionen baut – besonders in Zeiten von Transformation und Umbrüchen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*