Jeden Tag kleben derzeit wieder radikale Klimaschützer auf Berlins Straßen und verursachen zum Teil sehr lange Staus. In einem solchen blieb laut Feuerwehr einer ihrer Rüstwagen stecken, der in der vergangenen Woche unterwegs zur Bundesallee war, wo eine Radfahrerin unter einem Lkw eingeklemmt war.
Es war aber offenbar nicht der einzige Fall, in dem Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ Rettungskräfte behindert haben. Nach Darstellung des Senats wurden bereits 18 Mal Rettungswagen der Feuerwehr blockiert, die mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zur Einsatzstelle oder von der Einsatzstelle in ein Krankenhaus waren. In einer Antwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Alexander J. Herrmann listet die Innenverwaltung 14 Fälle auf, die sich seit Juni ereigneten:
„Letzte Generation“: Zwei Schwestern kleben sich auf Brandenburger Tor
Abschlussbericht zu Betonmischer-Unfall: Rüstfahrzeug kam erst um 8.45 Uhr
Etwa am 21. Juni, als der Rettungsdienst um 8.26 Uhr alarmiert wurde. Der Einsatz bekam die Nummer 288. Das Alarmierungsstichwort, mit dem Typ und Anzahl der Feuerwehrfahrzeuge einem Notruf zugeordnet werden, lautete in dem Fall „Notfalltransport“. Unter der Lagebeschreibung wurde für diesen Fall folgende Formulierung vermerkt: „Verzögerung der Anfahrt durch festklebende Demonstranten auf der A111“. Als Folge: „verspätetes Eintreffen“.
Nüchtern geht die Aufzählung der Innenverwaltung weiter:
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
Welche Auswirkungen die Verzögerungen für die Patienten hatten, ist derzeit noch unklar.
Am 31. Oktober ereignete sich dann bekanntlich der schwere Unfall, bei dem eine 44-jährige Radfahrerin von einem Betonmischer-Lkw überrollt wurde. Laut Feuerwehr brauchte der Rüstwagen wegen eines Staus, den die „Letzte Generation“ auf der A100 verursacht hatte, sieben bis neun Minuten länger zum Unfallort auf der Bundesallee in Schöneberg. Die Blockierer, die die Staus verursacht haben, machen wiederum die Autofahrer verantwortlich, die keine Rettungsgasse freigelassen hätten.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]