Der Saal A700 im Berliner Landgericht ist ungewöhnlich voll an diesem Mittwoch – obwohl es nicht um Mord geht oder Landesverrat, sondern um Sachbeschädigung, um versuchte schwere Brandstiftung und versuchte Körperverletzung. Es ist dann doch ein vergleichsweise harmloser Fall, und doch wohnen dem Prozess Dutzende Medienvertreter bei. Draußen vor der Tür warten auch noch mehrere Kamerateams.
Denn es geht um einen Fall, der für sehr viel Aufsehen gesorgt hat, um einen jungen Influencer aus dem Westjordanland, der in der Silvesternacht eine Rakete in ein Neuköllner Wohnhaus abgefeuert hat. Ein junger Mann, der ich dabei filmen ließ und das Video auch noch ins Netz stellte. In den Medien hat der 23-jährige Angeklagte Atallah Younes längst den Namen „Raketen-Influencer“ bekommen.
Kriminalität
Prozess gegen den „Raketen-Influencer“: Opfer nimmt den Angeklagten sogar in Schutz
Das Video ging viral: In der Silvesternacht schießt ein junger Mann eine Rakete in das Fenster eines Mehrfamilienhauses in Neukölln. Der Prozess nimmt einen ungewöhnlichen Verlauf.
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Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Axel Czapp
© Pressefoto Wagner
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