Der Prozess um die Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen beginnt am 14. Oktober am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg. Das Gericht habe die Anklage gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Serhii K. zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Bis zum 17. Dezember seien zunächst 16 Prozesstermine angesetzt.
Der Staatsschutzsenat sei nach vorläufiger Bewertung zu dem Schluss gekommen, dass der Angeklagte als Mittäter hinreichend verdächtig erscheine, so die Sprecherin. Ihm werde das Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung durch Angriff gegen zivile Objekte vorgeworfen. Hinzu kämen die Vorwürfe des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken sowie der Störung öffentlicher Betriebe.
Serhii K. soll nach Darstellung des Generalbundesanwalts der Anführer jener Gruppe gewesen sein, die im September 2022 Sprengsätze mit Zeitzündern an den Gasleitungen in der Ostsee anbrachte. Die Ladungen detonierten und verursachten schwere Schäden an den beiden Pipelines, über die russisches Erdgas nach Deutschland transportiert werden sollte. (mit AFP, dpa)
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