Wer in Berlin als Kassenpatient einen Psychotherapieplatz sucht, braucht Geduld. Entspannung ist laut Berliner Landespsychotherapeutenkammer nicht in Sicht, im Gegenteil. Anlass zu neuer Sorge ist die im März von den Krankenkassen beschlossene Kürzung der Honorare für Psychotherapeuten um fünf Euro pro Sitzung von April an. Bundesweit wollen Psychotherapeuten auf die Straße gehen, um gegen die Kürzung zu protestieren. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plant eine Klage beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg gegen die Neuregelung. Eva Schweitzer-Köhn ist Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Berlin. Sie erklärt, warum die neuen Vergütungsregeln gerade Berliner Praxen treffen und was Patienten in der Hauptstadt drohen könnte, die Hilfe bei seelischer Not suchen.
Honorarkürzung
Psychotherapie in der Krise: „Überversorgung besteht nur auf dem Papier“
Für Therapiesitzungen gibt es von April an weniger Vergütung. Eva Schweitzer-Köhn von der Landespsychotherapeutenkammer warnt vor Folgen für die Versorgung.
Cedric Rehman
Cedric Rehmann
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Eva Schweitzer-Köhn ist niedergelassene Psychotherapeutin und Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Berlin
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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