Auf einer der wichtigsten Bahnverbindungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Die neue Sperrphase beginnt am Freitag, 16. Oktober 2026, um 21 Uhr. Zwischen Waren (Müritz) und Neustrelitz werden Züge durch Busse ersetzt.
Betroffen ist vor allem der Regionalexpress RE5, der Rostock über Neustrelitz und Oranienburg mit Berlin verbindet. Nach Angaben von DB Regio sollen die Einschränkungen auf dieser Linie bis zum 12. Dezember 2026 andauern.
Ersatzbusse brauchen deutlich länger
Fahrgäste müssen sich auf erheblich längere Reisezeiten einstellen. Der Ersatzbus zwischen Waren und Neustrelitz benötigt nach den veröffentlichten Fahrplandaten ungefähr 75 Minuten. Der reguläre RE5 legt den Abschnitt normalerweise in rund 22 Minuten zurück.
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Allein zwischen diesen beiden Bahnhöfen verlängert sich die Fahrt damit um mehr als 50 Minuten. Hinzu kommen mögliche Wartezeiten beim Umstieg und verpasste Anschlüsse.
Reisende sollten ihre Verbindung deshalb unmittelbar vor der Abfahrt noch einmal in den digitalen Fahrplanauskünften prüfen und zusätzliche Zeit einplanen.
Brückensprengung in Waren ist Grund für Sperrung
Ursache der wochenlangen Einschränkungen sind Arbeiten an der Südbrücke der Bundesstraße 192 in Waren. Das Bauwerk führt direkt über die Bahngleise und soll im Zuge des Ersatzneubaus abgerissen werden.
Auch der Bahnhof Kratzeburg ist vom Ersatzverkehr betroffen.
© Peter Neumann/Berliner Zeitung
Die Sprengung ist für Sonntag, 1. November 2026, um 11 Uhr vorgesehen. Rund um die Brücke wird eine Sicherheitszone eingerichtet. Nach Angaben der Behörden müssen etwa 290 Anwohner den betroffenen Bereich vorübergehend verlassen.
Straßen sollen am Morgen des Sprengtages schrittweise gesperrt werden. Die Stadt Waren hat für das Gebiet eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.
Weitere Sperrung zwischen Löwenberg und Berlin
Ende Oktober verschärft sich die Situation zusätzlich. Vom 30. Oktober bis zum 6. November 2026 stehen weitere Bauarbeiten auf dem südlichen Teil der Strecke an. Betroffen ist dann auch der Abschnitt zwischen Löwenberg und Berlin.
Damit wird die direkte Verbindung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Hauptstadt zeitweise auf mehreren Abschnitten unterbrochen. Fahrgäste müssen zusätzlich umsteigen oder alternative Strecken nutzen.
Als mögliche Ausweichverbindung dürfte insbesondere der RE3 über Stralsund stärker ausgelastet sein. Reisende müssen daher dort mit volleren Zügen rechnen.
Auch RE50 von Ausfällen betroffen
Die Einschränkungen betreffen nicht nur den RE5. Auch auf der ODEG-Linie RE50 zwischen Rostock und Neustrelitz fallen Züge aus.
Nach den veröffentlichten Betreiberinformationen wird der Zugverkehr zwischen Waren und Neustrelitz vom 16. Oktober bis zum 13. November 2026 unterbrochen. Teilweise sind außerdem geänderte Fahrzeiten und nächtliche Umleitungen zwischen Langhagen und Rostock vorgesehen.
Fahrgäste aus Rostock, Güstrow und Waren sollten deshalb prüfen, ob ihre Verbindung vom Ersatzverkehr oder zusätzlichen Fahrplanänderungen betroffen ist.
IC17 wird über Schwerin umgeleitet
Auch der Fernverkehr zwischen Rostock und Berlin ist beeinträchtigt. Züge der Intercity-Linie 17 werden teilweise über Schwerin umgeleitet.
Für Fahrten nach Berlin ist laut den veröffentlichten Informationen mit einer Verlängerung der Reisezeit um bis zu 90 Minuten zu rechnen. Einzelne Fernzüge sollen außerdem bereits in Bad Kleinen beginnen oder enden.
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Für Reisende aus der Mecklenburgischen Seenplatte bedeutet das, dass sie während der Sperrung nur eingeschränkt Zugang zum direkten Fernverkehr haben.
Fahrgäste sollten Verbindungen kurzfristig prüfen
Reisende sollten während der gesamten Sperrzeit ihre Verbindung kurz vor Fahrtbeginn erneut prüfen, mindestens 60 Minuten zusätzliche Reisezeit einplanen und bei wichtigen Terminen frühere Verbindungen wählen. Außerdem sollten Informationen zur Barrierefreiheit vorab beim Betreiber erfragt werden. Zu beachten ist auch eine mögliche stärkere Auslastung der Ausweichzüge sowie die eingeschränkte Fahrradmitnahme in Ersatzbussen.
Die Bauarbeiten treffen eine Strecke, die bereits in den vergangenen Wochen von mehreren Sperrungen betroffen war. Für Pendler und Fernreisende zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin ist bis Dezember weiterhin mit erheblichen Belastungen zu rechnen.
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