WERDER/HAVEL. Schon in voller Blütenpracht stehen die Obstbäume rund um die Stadt Werder - dabei startet das Baumblütenfest erst in neun Tagen, am 27. April. Ein Fest ohne Blüten werde es trotzdem nicht werden, sagt Joachim Hintze, der Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. "Irgendwas blüht hier um diese Jahreszeit immer." Für weiße, gelbliche und rosa Farbkleckse in der Landschaft sorgen derzeit schon die Birnen-, Pfirsich-, Pflaumen- und Süßkirschbäume. Nur die Knospen der Apfel-, Sauerkirsch- und Quittenbäume sind noch geschlossen. Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter eher das gegenteilige Problem - da blühten bis wenige Tage vor dem Fest nur einige Pflaumenbäume. Trotzdem besuchten das Fest, das seit mehr als 120 Jahren gefeiert wird, mehr Menschen als je zuvor: 850 000 Gäste kamen, kauften und tranken mehr als 250 000 Liter Obstwein.Aus zwanzig Sorten Wein können die Besucher des diesjährigen Festes wählen. Es beginnt am 27. April um 13 Uhr mit dem traditionellen Festumzug, der von Bürgermeister Werner Große und der diesjährigen Baumblütenkönigin, die am Vorabend gekürt wird. Am 1. Mai soll es erstmals ein Höhenfeuerwerk geben, kündigten die Veranstalter am Mittwoch an. Ein Feuerwerk samt Lasershow bildet auch den Abschluss des Festes am 5. Mai. An den neun Festtagen treten auf den acht Bühnen in der Werdaer Innenstadt zahlreiche Musik- und Showgruppen. Am 29. April legt "City" auf der Bühne an der Regattastrecke los, am 30. April rocken an gleicher Stelle die "Puhdys". Auf der Festmeile werden Händler wieder typische havelländische Erzeugnisse - wie Obstwein und Fruchtsäfte - anbieten. Viele Werderaner öffnen für die Besucher ihre Gärten und Obsthöfe, um dort die Gäste zu bewirten. Vom Bahnhof Werder starten regelmäßig Busse zu Rundfahrten durch die blühende Landschaft. "Unsere letzte Reserve wären die Quitten", sagt Obstbauer Frank Wache, "die blühen erst ganz spät." (ost.)Weitere Infos zum Fest unterwww.werder-havel.de
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