US-Präsident Donald Trump hat sich abfällig über das Vermittlungsangebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin im eskalierenden Israel-Iran-Krieg geäußert. Gegenüber Reportern am Weißen Haus erklärte Trump: „Er bot tatsächlich seine Vermittlung an. Ich sagte: ‚Tu mir einen Gefallen und schlichte erstmal in deinem eigenen Land. Lass uns zuerst mit Russland vermitteln, okay?‘“.
Mit der Bemerkung spielte Trump auf den andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine an, den Putin nach US-Darstellung bislang nicht zur Deeskalation gebracht hat. „Ich sagte: ‚Wladimir, lass uns erst um Russland kümmern, um den Rest kannst du dir später Sorgen machen‘“, ergänzte Trump.
Brisant: Noch vor Kurzem hatte Trump selbst die Möglichkeit ins Spiel gebracht, Putin in einer Vermittlerrolle im Nahen Osten einzusetzen. „Ich wäre offen dafür“, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender ABC. Aus der Europäischen Union und Deutschland fielen die Reaktionen auf Putins Angebot bislang verhalten aus.
Russland hatte sich am Mittwoch offiziell zur Vermittlung im eskalierenden Nahostkonflikt zwischen Iran und Israel bereit erklärt. Kremlchef Wladimir Putin habe in einem Telefonat mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, die Bereitschaft Russlands betont, den Dialog zwischen den Konfliktparteien zu fördern.
Kreml verweist auf Kontakte zu mehreren Staats- und Regierungschefs
„Wladimir Putin bestätigte Russlands Bereitschaft, Vermittlungshilfe bei der Förderung des Dialogs zwischen den Konfliktparteien zu leisten und informierte über entsprechende Kontakte mit einer Reihe ausländischer Staats- und Regierungschefs“, hieß es in einer Mitteilung des Kremls, die von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass veröffentlicht wurde.
Russland verfolgt seit Jahrzehnten einen geschickten Balanceakt zwischen Israel und dem Iran. Einerseits ist Moskau ein wichtiger Waffenlieferant und strategischer Partner Teherans – etwa durch die Lieferung von S-300-Luftabwehrsystemen oder die Zusammenarbeit in Syrien unter dem ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad. Andererseits werden Putin aber auch durchaus enge persönliche Beziehungen zu Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nachgesagt. Der israelische Regierungschef ist in der Vergangenheit immer wieder nach Moskau gereist, um sich in geopolitischen Fragen mit Putin abzustimmen.
Trump schlägt Putin als Vermittler für Nahost-Konflikt vor: Warum der Kremlchef keine schlechte Wahl ist
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