Wolfram Weimer will die deutsche Rundfunklandschaft offenbar neu sortieren. Der Kultur- und Medienstaatsminister hat bei einer nicht öffentlichen Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung eine weitreichende Reform von ARD und ZDF ins Gespräch gebracht. Nach Angaben von Teilnehmern soll Weimer sogar vorgeschlagen haben, das ZDF zu privatisieren. Die ARD wiederum könne auf vier oder fünf große Rundfunkanstalten reduziert werden.
Die Äußerungen sind bemerkenswert, weil sie vom zuständigen Staatsminister der Bundesregierung kommen – auch wenn die Bundesregierung über die Zukunft von ARD und ZDF nicht allein entscheiden kann. Rundfunkpolitik ist Sache der Länder. Weimer kann also keine Privatisierung des ZDF anordnen, eine politische Diskussion darüber kann er freilich anstoßen.
ÖRR
Kulturstaatsminister stellt das ZDF zur Disposition: Radikalvorschlag durch die Hintertür
Der Kulturstaatsminister bringt eine Privatisierung des ZDF ins Gespräch. Auch die ARD dürfe deutlich kleiner werden. Große Worte in einer aufgeladenen Debatte.
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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos)
© Georg Wendt/dpa
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