Kanada

Rätselhafte Insel verschwindet in kanadischem Stausee – und wird wiedergefunden

Eine schwimmende Insel im Williston-Stausee in Kanada war zeitweise verschwunden. Nun wurde die rätselhafte Landmasse wiederentdeckt.

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Ein Mann fährt auf einem Boot auf einem See in British Columbia, Kanada (Symbolbild).

Ein Mann fährt auf einem Boot auf einem See in British Columbia, Kanada (Symbolbild).

© Westend61/imago

Eine schwimmende Insel ist im Williston-Stausee im Norden der kanadischen Provinz British Columbia wieder aufgetaucht. Der für den Stausee zuständige Energieversorger BC Hydro teilte am Montag mit, die bewaldete Landmasse sei rund 30 Kilometer nordwestlich ihres letzten bekannten Standorts entdeckt worden, berichtete der kanadische Sender CBC.

Die Insel war im August von einem Bootsfahrer entdeckt worden. Ein Video davon verbreitete sich anschließend in sozialen Netzwerken, wie CBC berichtete. Nachdem zunächst nicht viele Hinweise auf die Landmasse eingegangen waren, war der BC-Hydro-Sprecher Bob Gammer nach Angaben des Senders zunächst skeptisch, ob das Video echt war, und vermutete sogar, dass es mit künstlicher Intelligenz erzeugt worden sein könnte.

70 Meter breit, 140 Meter lang

Satellitenaufnahmen vom 21. Juli bestätigten laut CBC, dass die Insel tatsächlich existierte. Wenige Wochen später war sie nach BBC-Angaben von diesem Ort verschwunden. Nun liegt sie nach Angaben von Gammer im nördlichen Eingang des Ospika Arms, wo der Ospika River in den Stausee mündet. Satellitenbilder vom 15. August zeigen CBC zufolge eine etwa 70 Meter breite und 140 Meter lange Landmasse.

„Dass sie verschwunden war und nun wieder aufgetaucht ist, sorgt einfach für große Aufregung“, sagte Gammer über die Landmasse. „Es ist toll zu wissen, dass wir sie gefunden haben und es derzeit keine Probleme verursacht – hoffentlich bleibt das auch so.“

Ursprung nicht eindeutig geklärt

Der Ursprung der schwimmenden Insel ist weiterhin nicht eindeutig geklärt. BC Hydro hält es jedoch für möglich, dass sie sich wegen des ungewöhnlich hohen Wasserstands vom Ufer gelöst haben könnte, wie CBC berichtet. Der Williston-Stausee sei in diesem Jahr so voll wie seit 14 Jahren nicht mehr.

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Entlang der Ufer könnten sich über Jahre Holz und andere Pflanzenreste angesammelt haben, auf denen schließlich Bäume wuchsen. Starke Winde könnten die schwimmende Landmasse anschließend auf den offenen See hinausgetrieben haben, vermutete Gammer.

Warnung an Bootsfahrer

Der Williston-Stausee entstand 1968 durch den Bau des W.A.C.-Bennett-Damms und ist laut CBC der siebtgrößte Stausee der Welt. Wegen seiner enormen Größe sei es nicht möglich, das gesamte Gewässer regelmäßig vom Wasser aus zu überwachen.

Eine Gefahr für den W.A.C.-Bennett-Damm sieht BC Hydro derzeit nicht, wie die New York Times berichtet. Die Insel könne sich bei starkem Wind allerdings erneut bewegen, sagte Gammer laut CBC. Bootsfahrer wurden deshalb davor gewarnt, auf die schwimmende Landmasse zu klettern.

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