Zwei ehemalige Mitarbeiter des Museums "Haus am Checkpoint Charlie" wollen in der kommenden Woche Strafanzeige gegen ihren früheren Arbeitgeber Rainer Hildebrandt und dessen Ehefrau Alexandra erstatten. Sie werfen dem angesehenen Gründer und Direktor des Museums vor, er habe sie erpreßt. Ari Hatai und Jürgen Quasdorff wurden nach eigenen Angaben vor ihrer Kündigung von den Eheleuten Hildebrandt zur Zahlung von 6 000 beziehungsweise 13 000 Mark aufgefordert. Nur wenn sie gezahlt hätten, so behaupten sie, hätten sie ihre Jobs behalten können. Quasdorff, der seit dem 1. November 1997 im Mauermuseum arbeitete, sagt, er sei am 8. Mai 1998 abends von den Hildebrandts mit einem Video konfrontiert worden, das heimlich aufgenommen worden sei. Darauf sei zu sehen gewesen, wie er aus der Kasse einen 50-Mark-Schein nahm. Nicht zu sehen sei gewesen, daß er selbst zuvor fünf Zehn-Mark-Scheine als Wechselgeld in die Kasse gelegt habe, behauptet Quasdorff. Ähnlich sollen die Hildebrandts mit Ari Hatai verfahren sein. Hatai und Quasdorff haben sich angeblich geweigert, einen "Schadensersatz" zu leisten, den die Hildebrandts gefordert hätten. Daraufhin hätten sie zum 27. Mai ihre fristlose Kündigung erhalten. Die Hildebrandts konnten zu den Vorwürfen noch keine Stellung nehmen, sie sind im Urlaub. (eik.)
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