Rangsdorfer Gymnasiasten dürfen künftig einen Zug später fahren

Zuviel Andrang auf dem Bahnsteig: Schule verlegt Unterrichtsbeginn

Heiner Hein
2 Min

Mehrere Hinweise erreichten uns in jüngster Zeit von Eltern aus dem Raum Teltow-Fläming. Der Frühzug 7.10 Uhr von Wünsdorf nach Schönefeld (RB 39 560) wird vorrangig von Schülerinnen und Schülern genutzt, die in Zossen und Dabendorf einsteigen, um pünktlich zu Unterrichtsbeginn im Rangsdorfer Gymnasium und in der dortigen Realschule zu sein."Wie in einer Sardinenbüchse drängen sich Mädchen und Jungen bis Rangsdorf in den beiden Wagen", berichtete Luzie Ehrlich aus Dabendorf dem Ombudsmann und fragte an, ob man nicht einfach einen Wagen mehr an den "Schülerexpress" ankoppeln könne, damit normale Reisende aus Zossen und Dabendorf auch noch eine Chance hätten, morgens ohne Drängelei mitzukommen.Auf Anregung des Ombudsmanns fuhren Verantwortliche der Bahn AG, des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg und des zuständigen Schulverwaltungsamtes kürzlich mit diesem Zug. Sie bestätigten, wie strapaziös die Beförderung gewesen sei. Auch Pendler nach Berlin hätten unter dem Andrang Hunderter Schüler zu leiden. Ein zusätzlicher Wagen könne, so die Auskunft der Pressesprecherin des Verkehrsverbundes Ingrid Kudirka, wegen mangelnder Wagenkapazität leider nicht angehängt werden. Aber, und das wurde nach dem Ortstermin festgelegt, mit dem Fahrplanwechsel am 28. Mai, der ohnehin leicht veränderte Abfahrtszeiten bringt, wird das Rangsdorfer Gymnasium seine Anfangszeit um 15 Minuten verlegen, so dass die Schüler dieser Schule einen Zug später nehmen können. Damit entzerrt sich der Andrang auf dieser Regionalbahnstrecke sicherlich. Die Bahn dankte dem Ombudsmann für die Anregung. (heh.)

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