Verkehr

Raser stirbt bei Unfall in Berlin – er hatte 2011 bereits einen Radfahrer totgefahren

Der Mann verlor die Kontrolle über seinen 500-PS-BMW und starb am Unfallort. Schon vor 14 Jahren war er in einen tödlichen Unfall verwickelt.

2 Min
Ein Mann fuhr einen Radler tot, jetzt raste er sich selbst in den Tod.

Ein Mann fuhr einen Radler tot, jetzt raste er sich selbst in den Tod.

© Sebastian Kahnert

Ein 35-jähriger Autofahrer ist auf dem Mariendorfer Damm in Berlin ums Leben gekommen, nachdem er mit seinem BMW M4 gegen einen Baum geschleudert war. Wie die B.Z. berichtet, handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann, der bereits 2011 einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen hatte.

Der Unfall ereignete sich in Höhe des Hundsteinwegs. Der Mann war offenbar mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in seinem grünen BMW M4 unterwegs, einem Fahrzeug mit 500 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Er verlor die Kontrolle über den Wagen und prallte mit enormer Wucht gegen einen Baum. Der 35-Jährige wurde in dem stark beschädigten Fahrzeug eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle.

Radfahrer 2011 mit 100 km/h erfasst und liegen gelassen

Nach Informationen der B.Z. war der Mann der Polizei kein Unbekannter. Am 2. August 2011 hatte er als damals 21-jähriger Kfz-Mechatroniker-Lehrling einen Zollbeamten auf dem Lichtenrader Damm mit dem Audi A5 Coupé seines Vaters erfasst. Augenzeugen schätzten die Geschwindigkeit des Audi auf rund 100 km/h.

Der 37-Jährige war gegen 5 Uhr morgens auf seinem Sportrad unterwegs, als ihn der Wagen von hinten traf. Der Fahrer hielt zwar an und stieg aus, zog jedoch lediglich das zerbeulte Fahrrad unter seinem Auto hervor – und fuhr davon. Der Radfahrer blieb schwer verletzt auf der Straße liegen und erlag später seinen Schädelverletzungen. Eine Zeugin entdeckte den Unfallwagen, kurz darauf wurde der Fahrer festgenommen.

Im März 2012 verurteilte ihn das Gericht zu einer Gesamtstrafe von lediglich einem Jahr Haft auf Bewährung – obwohl das Strafmaß für fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahre und für Unfallflucht bis zu drei Jahre Gefängnis vorsieht. „Anscheinend war ich einen Moment unaufmerksam", sagte er damals vor Gericht. Das sei „nicht zu entschuldigen". Zusätzlich musste er 25.000 Euro an die Mutter des getöteten Radfahrers zahlen und erhielt eine zweijährige Führerscheinsperre.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner