„An dem Abend, als ich das erste Mal als Kind allein zu Hause war, fand ich den Schlüssel zum Klavier in der Münzsammlung meines Vaters, öffnete es und begann im Rhythmus des Sekundenzeigers unserer Wanduhr zu spielen. Alles war dunkel, der Kamin knisterte und ich bin in diese Welt hineingefallen.“
Martin Kohlstedts Klaviermusik füllt den Raum flächig, fast sphärisch. Sie umarmt, bewegt sich sanft wie eine Wasseroberfläche, strömt nach außen ins Unendliche und gräbt sich zugleich tief ins Innere. Seine leisen, treibenden Töne spiegeln seine Persönlichkeit wider, geprägt von einer Kindheit, in der der Wald eine zentrale Rolle spielte.
Komposition
Raus aus dem Kopf
Kochbuchautorin Meike Peters kocht Kohlrouladen mit dem Musiker und Komponisten Martin Kohlstedt. Ein Gespräch über Tischsitten, Klänge und den Thüringer Wald.
8 Min
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„Der Wald war vor mir schon da und wird es auch nach mir sein.“
© Nils Boeddingmeier für EST.
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