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Kriminalität in Berlin

Razzia gegen Drogenbande: SEK stürmt Wohnungen von Koks-Taxi-Betreibern

Die fünf Hauptbeschuldigten sollen mit dem Drogenhandel ein Vermögen von 478.000 Euro erzielt haben. Sie nannten ihren Lieferdienst „BerlinExpress“.

2 Min
Mannschaftswagen der Berliner Polizei stehen vor einem Wohnhaus, das durchsucht wird. 

Mannschaftswagen der Berliner Polizei stehen vor einem Wohnhaus, das durchsucht wird. 

© Polizei Berlin

Die Beschuldigten sollen einen Kokain-Lieferdienst betrieben und dadurch „erhebliche Vermögenswerte“ erzielt haben, so die Polizei. Die Gesamtsumme, die die fünf Hauptbeschuldigten eingenommen haben sollen, beläuft sich laut Polizei auf 478.000 Euro. Insgesamt sollen über 2200 Kokainverkäufe durch den Lieferdienst erfolgt sein, teilte die Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter mit. Die Durchsuchungen wurden offenbar vom SEK unterstützt. Es sollen bereits umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden sein. 

Koksdealer nannten ihren Lieferservice„ BerlinExpress“

Unter dem Namen  „BerlinExpress“ haben die Verdächtigen Drogen verkauft, ihre Angebote veröffentlichten sie in Chatprogrammen. Geliefert wurden der Polizei zufolge Marihuana, Kokain und andere Drogen, per Post oder Auto. Ihr Werbeslogan lautete „The safest and easiest way to become your stuff‼“ Die Bezahlung sei in bar oder per Bitcoin möglich, hieß es. Unterschiedliche Sorten Marihuana seien regelmäßig in den Kanälen der Messenger angeboten worden. Kokain wurde in den Cahts mit dem Symbol einer Schneeflocke gekennzeichnet. «93% 0,5/50€ Ordercode:Co‼», also 50 Euro je halbes Gramm. Es folgen Symbole für Ecstasy, andere Tabletten, LSD, weitere Drogen sowie Viagra «4pices á100mg/50€».

Ein Spürhund sucht in einer Wohnung nach Drogen. 

Ein Spürhund sucht in einer Wohnung nach Drogen. 

© Polizei Berlin

Jagd nach Drogenbanden: GdP fordert neue Technik 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin hatte den großangelegten Einsatz am Dienstagmorgen begrüßt. „Beim heutigen Einsatz wegen Koks-Taxis sieht man beispielhaft, wie Banden zunehmend internationaler agieren und mobiler operieren. So werden immer mehr Netzwerke und Geschäfte via Messengerdienste organisiert“, erklärte GdP-Landeschef Norbert Cioma. Um den Drogenbanden auf der Spur zu bleiben, sollten die Sicherheitsbehörden die technischen Möglichkeiten auf den Stand des 21. Jahrhunderts bringen, forderte Cioma. 

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