Lateinamerika

Rechtsruck oder Überraschungs-Comeback? Kolumbien steuert auf eine historische Stichwahl zu

Kolumbien steuert auf eine historische Stichwahl zu. Wahlbetrug-Vorwürfe und CNE-Kontroversen erschüttern das Land. Doch was geschah wirklich?

8 Min
Cepeda grüßt Anhänger nach der Stimmabgabe am Sonntag.

Cepeda grüßt Anhänger nach der Stimmabgabe am Sonntag.

© Zoraida Diaz/ZUMA Press Wire/dpa

Bogotá in der Nacht zum Montag. Es ist kurz nach Mitternacht, als Iván Cepeda vor seine Anhänger tritt und eine dieser Erklärungen abgibt, die in Lateinamerika selten folgenlos bleiben: Er wolle das Ergebnis dieser Präsidentschaftswahl erst akzeptieren, wenn alle Auszählungskommissionen mögliche Unregelmäßigkeiten geklärt hätten. 43,7 Prozent für den ultrarechten Anwalt Abelardo De La Espriella, knapp 41 Prozent für ihn selbst – ein Abstand von rund 668.000 Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 58 Prozent.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*