Italien

Heckenschützen in Rom: Italiens Regierung vor dem Sturz?

Drama im Palazzo Chigi: 30 Abweichler lassen Giorgia Melonis Wahlrechtsreform scheitern. Wer steckt hinter dem Verrat und was bedeutet das für die Regierung?

5 Min
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni streitet sich mit ihren Koalitionspartnern.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni streitet sich mit ihren Koalitionspartnern.

© Andreea Alexandru/AP

Es war eine lange Nacht im italienischen Regierungssitz Palazzo Chigi – mit politischer Sprengkraft. Ein zentraler Änderungsantrag zur Einführung von Präferenzstimmen im Zuge der Wahlrechtsreform scheiterte am Dienstagabend denkbar knapp: 188 Abgeordnete stimmten dagegen, 187 dafür. Die geheime Abstimmung entfacht nun einen offenen Konflikt innerhalb der Regierungskoalition.

Dabei hatten sich Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (Brüder Italiens), Verkehrsminister Matteo Salvini (Lega) und Außenminister Antonio Tajani (Forza Italia) auf einen gemeinsamen Kurs verständigt. Dass dennoch mehrere Koalitionsabgeordnete abwichen oder fernblieben – in Italien als „franchi tiratori“ (Heckenschützen) bekannt –, stellt Melonis Autorität infrage.

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