Bundespressekonferenz

Iran-Krieg: Auswärtiges Amt verweist auf Antworten, die es nie gegeben hat

Nach Angriffen im Iran vermeidet Berlin klare Worte. Das wirft Fragen zur Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik auf. Rekonstruktion einer missglückten Ausrede.

4 Min
Josef Hinterseher, Sprecher des Auswärtigen Amts, in der Bundespressekonferenz: „Ich würde Ihnen raten, dazu noch einmal ins Protokoll zu schauen.“

Josef Hinterseher, Sprecher des Auswärtigen Amts, in der Bundespressekonferenz: „Ich würde Ihnen raten, dazu noch einmal ins Protokoll zu schauen.“

© IMAGO/Achille Abboud

Außenminister Johann Wadephul hatte im jüngsten „Bericht aus Berlin“ mit Blick auf den Iran-Krieg erklärt: „Wir in der Bundesregierung stehen zum Völkerrecht“. Ein Satz, der Klarheit suggeriert und Verbindlichkeit ausstrahlen soll. Doch wie belastbar ist dieses Bekenntnis, wenn es um die konkrete Bewertung von Angriffen westlicher Verbündeter geht? Die Regierungspressekonferenz am darauffolgenden Tag lieferte die Antwort.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*