Bahnverkehr

Regionalbahn in Berlin: Zugausfälle wegen Treibstoffmangel

Auf der Regionalbahnlinie RB 27 zwischen Berlin-Karow und dem nördlichen Umland kommt es zu massiven Zugausfällen – aber nicht wegen Schnee oder Personalmangel.

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Auf der Regionalbahnlinie RB 27 zwischen Berlin-Karow und dem nördlichen Umland ist es am Wochenende zu massiven Zugausfällen gekommen. Die Züge der Heidekrautbahn, der Regionalbahnlinie RB 27, zwischen Berlin-Karow und Basdorf standen still. Fahrgäste mussten auf Busse umsteigen, nachdem auf den elektronischen Anzeigen der Bahn die Meldung „Betriebsstörung! (keine Lieferung von Treibstoff)“ erschien. Anders als üblich lag der Grund für die Ausfälle nicht bei Weichen- oder Signalstörungen, sondern im fehlenden Nachschub an Wasserstoff – dem Treibstoff für die seit Ende 2024 eingesetzten neuen Züge, wie die B.Z. berichtet.

Die Strecke verbindet Berlin-Karow mit Orten wie Basdorf, Schmachtenhagen und Wandlitz im Berliner Speckgürtel. Bereits am Sonnabend fielen mehrere Züge aus, am Sonntag wurde der Verkehr auf dem Abschnitt zwischen Karow und Basdorf komplett eingestellt. Betreiber der Linie ist die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB). Diese reagierte auf eine Anfrage der B.Z. bislang nicht. Auch ist weiterhin unklar, wann die Züge wieder fahren werden.

25 Millionen Euro Fördermittel vom Bund

Der jüngste Vorfall ist kein Einzelfall. Schon zum Jahreswechsel 2024/25 fielen mehrere Züge der RB 27 tagelang aus, weil nicht genug Wasserstoff geliefert werden konnte. Für die Umstellung auf Wasserstoffbetrieb – einschließlich neuer Züge, Tankstelle und dem Aufbau eines Wasserstoffwerkes – flossen insgesamt 25 Millionen Euro Fördermittel vom Bund.

Ein Mitarbeiter der Heidekrautbahn äußert sich kritisch: „Die Wasserstoffzüge sind ein reines Prestige-Objekt. Abgesehen von der Belieferung gibt es ständig Probleme, mindestens dreimal die Woche fallen Züge aus“, so die B.Z. Insbesondere die Brennstoffzellen in den Wasserstoffzügen gelten demnach als anfällig. Auch Regionalbahnen in anderen Bundesländern hätten laut dem Mitarbeiter mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Situation sei so angespannt, dass man inzwischen lieber wieder mit Dieselloks fahren würde.

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