Eine Gedenkveranstaltung für die ermordeten Kinder in der ehemaligen „Städtischen Nervenklinik für Kinder“, auch „Wiesengrund“ genannt, soll am kommenden Freitag, dem 15. November, um 15 Uhr in Reinickendorf stattfinden. Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Schrecken der nationalsozialistischen Ideologie in Erinnerung zu rufen, insbesondere die Grausamkeiten, die an den dort aufgenommenen Kindern begangen wurden, teilte das Bezirksamt Reinickendorf mit. Diese Kinder wurden nach nationalsozialistischen Kriterien als „lebensunwert“ klassifiziert und aufgrund medizinischer Experimente oder mangelnder Pflege getötet.
Bezirksstadtrat Harald Muschner (CDU) hebt die Bedeutung der Gedenkveranstaltung hervor: „Das Gedenken an sie ist nicht nur eine Erinnerung an ihr kurzes Leben, sondern auch eine Verpflichtung für uns alle, dafür zu sorgen, dass sich solche Taten niemals wiederholen.“
Die Kinder in Reinickendorf wurden aufgrund medizinischer Experimente oder mangelnder Pflege getötet.
© Jürgen Ritter/imago
Die Veranstaltung, die von Museum Reinickendorf und der Künstlerin Karen Scheper organisiert wird, umfasst ein Patenschaftsprojekt namens „Mein liebes Kind“, an dem Berliner Schulen beteiligt sind. Diese übernehmen Patenschaften für eines der ermordeten Kinder, um deren Andenken lebendig zu halten. Stadtrat Muschner und Sabine Ziegenrücker, Leiterin des Fachbereichs Kunst und Geschichte, werden die Veranstaltung einleiten. Schülerinnen und Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums werden im Rahmen des Projekts „Hoffen, Helfen, Heilung? Jugendliche rappen zum Gedenken an Werner H.“ ihre Beiträge präsentieren. Nach der Blumenniederlegung an der Gedenktafel folgt ab 16.30 Uhr ein geführter Rundgang durch die Gedenkräume.
Interessierte Teilnehmer werden gebeten, sich vorab unter [email protected] oder telefonisch unter (030) 90294-6460 anzumelden.
Quelle: Bezirksamt Reinickendorf
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